wir sind die Größten!

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rb_sijuto
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wir sind die Größten!

Beitrag von rb_sijuto » So 30. Nov 2008, 13:52


Sagt mal, kennt Ihr so was auch?


Letzte Woche beim Hundespaziergang: Wir waren in einer Gruppe mit ca. 10 Hunden unterwegs - eine bunt gemischte Konstellation. Wie das dann manchmal so ist, findet einer der Hunde etwas, was man tragen kann - in diesem Fall fand Carlos (vierjähriger Mali) eine halbvolle Plastikgetränkeflasche. Und schon war die Stimmung angespannt. Tommy-Man schaltete sofort auf den "was der hat, soll meines werden!-Modus". Der Beuteinhaber wird verfolgt. Bevor wir das Objekt der Begierde entfernen konnten, hat er es leider außer Sicht, da hinter einem Gebüsch – „erbeutet“. Carlos hat die Flasche wohl fallen lassen und nun hatte Tom sie. Stolz präsentiert er die Beute, "lippizanert" (darüber hatten wir ja schon mal gesprochen, ich denke, ihr wisst, was ich meine) herum, macht richtig "einen auf dicke Hose" - aber: So ein Mist, keiner beachtet ihn.


Und schon wird die nächste Strategie gefahren: Der einzige Hund der auch Interesse an der Flasche hatte ist ja Carlos, also nimmt Tom die Verfolgung auf und stolziert provozierend vor Carlos auf und ab. Die ganze Körperhaltung zeigte nur eines: Ich bin der Größte, ich habe was Du willst ... schau her was ich hier hab - versuchs doch!


Ich habe dann zu einem Zeitpunkt als die Beiden endlich nicht miteinander beschäftigt waren die Flasche aus dem Spiel genommen, bevor die Stimmung vollkommen kippte.


Auch das Julchen zeigt solche Tendenzen: Lässt sie sich mal herab (eigentlich steht sie mehr auf Leckerchen) sich mit Spielzeug zu beschäftigen, macht es doppelt so viel Spaß, wenn man den Tömmel damit trietzen kann. Sie versucht sogar das Spielzeug in Tömmels Ohren zu versenken und genießt es, dass er sich gerade mal richtig ärgert ...


Habt Ihr auch so "fiese Gesellen" zu Hause oder machen nur meine gerne mal "einen auf dicke Hose"?


Liebe Grüße

Silke

mit Jule und Tom


PS. Gestern beim Spazierengehen hat sich dann die Situation leider "entladen" - Carlos hatte sich mit einem anderen Rüden angefangen zu prügeln, Tom hat sich leider eingemischt (mein Rückruf hat nicht funktioniert ) - und hat Carlos leider deftig zusammengestaucht. Ich werde auf jedenfall diese Angeberei bei ihm zukünftig versuchen komplett zu unterbinden!



BildLämmelein Jule und der moZ TomBild

rb_Uschi
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Beitrag von rb_Uschi » So 30. Nov 2008, 14:43


Hallo Silke,


ja so eine haben wir auch



Hab ichs nicht schon mal hier erzählt?



Wijnta hat seit Kindertagen einen etwas älteren Freund, Schäfer-Mix. Dieser hat ein Laster, er will Dinge besitzen und verteidigt die dann auch mit bösem Knurren.

Eines Tages nun lag da ein Ball und ein Stöckchen auf dem Weg. Der Kerl konnte sich nicht entscheiden, was er denn nun aufnehmen sollte, beides ging ja nicht. Er hatte offensichtlich großen Stress, knurrte unentwegt. Wijnta hat ihm zugeschaut und gewartet. Lange überlegte er und entschied sich dann für den Stock.

In dem Moment nahm Wijnta den Ball. Das gefiel ihm überhaupt nicht und er fiel über Wijnta her um sie zu züchtigen.


Es flogen kurz aber heftig die "Federn" und dann war wieder Ruhe.


Nachmittags sah ich ihn wieder kommen. Wijnta und ich waren am Ball spielen. Wijnta sah ihn auch und ich konnte nun kaum glauben, was ich zu sehen bekam.


Wijnta legte den Ball auf den Boden und trat ein paar Schritte zurück. Der Rüde kam langsam heran, je näher er dem Ball kam, desto langsamer wurde er.

Er kämpfte sichtlich mit sich. Wijnta beobachtete ihn aufmerksam. Der Rüde blieb 1 m vor dem Ball stehen und schaute begehrlich drauf, Wijnta wartete.


Nach einer Weile wandte der Rüde den Blick zur Seite, Wijnta trat vor, seelenruhig, nahm den Ball auf, kam auf den Rüden zu und "präsentierte" hoch aufgerichtet ihren Ball.


Der Rüde drehte sich um und ging.



Ich musste lachen, so ein Weibstück!!!!



Viele Grüße

Uschi


rb_sijuto
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Beitrag von rb_sijuto » So 30. Nov 2008, 15:14


Hi Uschi,

na das beruhigt mich schon ein bisschen, ich bin nicht alleine!

Trotzdem finde ich das Verhalten wirklich problematisch. Es passiert z.B. bei Spaziergängen ganz häufig, dass Tom sich einen Stock aus dem Wald holt, dann an die Spitze der Hundegruppe rennt, sich quer in den Weg legt und seinen Stock präsentiert - wehe den guckt einer ein bisschen zu lange an ... sind dann alle Hunde vorbei, wiederholt sich das Spiel. Irgendwie kein feiner "Charakterzug" und stetig die Gefahr, dass sich einer provozieren lässt und es dann zu einer Keilerei kommt. Hm. Bin mir noch nicht schlüssig, wie ich mich da weiter verhalten werde. Nachdem er gestern den Mali zwischen den Zähnen hatte bin ich da auch ein wenig empfindlicher ...

Definitiv ist er ein richtiges "Ressourcen-Schwein", eine neue Baustelle tut sich auf ...

Liebe Grüße

Silke

mit Jule und Tom, dem Ressourcen-Schwein



BildLämmelein Jule und der moZ TomBild

rb_Uschi
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Beitrag von rb_Uschi » So 30. Nov 2008, 15:30


Hallo Silke,


Wijnta ist eigentlich nicht besitzsüchtig. Hat ein Hund einen Gegenstand, dann hat er ihn halt. Sie trachtet nicht danach, den zu bekommen. Sie präsentiert ihren Ball auch sonst nicht, lässt sie ihn fallen und ein anderer Hund nimmt ihn, ist das auch o.k.

Man kann auch Leckerli verteilen und Wijnta ist in keinster Weise futterneidisch. Jeder darf was haben.


Ich denke, das war damals deswegen, weil der Rüde es morgens gewagt hat, sie verhauen zu wollen, was ja offensichtlich nicht ganz zu seiner Zufriedenheit endete. Es ging eigentlich nicht um den Ball an sich.

Sie wollte es eben wissen, ob er seine Lektion gelernt hat, dass man sie, Wijnta, nicht ungestraft versucht zu prügeln.

Wag es, und Du kriegst gleich nochmal.

Dass sie den Ball extra hinlegt und wartet, ob er ihn nimmt......

Das sieht schon fast nach Nachdenken aus


Viele Grüße

Uschi


rb_Konny
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Beitrag von rb_Konny » So 30. Nov 2008, 16:24


Hallo Silke und Uschi


Solange ich im Rudel spazierengehe, unterbinde ich jegliches Ballspielen, da so meine Hündin (leider zur sozialen Sau geworden ist).

Wenn jemand mit dem Ball spielt, leine ich meine Hunde grundsätzlich an, weil ich schon vielzuviele Keilereien deswegen gesehnen habe und meinen eigenen Hunden das ersparen möchte.

Stöcke gibt es genausowenig wie Steine, weil die Verletzungsgefahr viel zu hoch ist.

Letzte Woche wurde ein mir bekannter 1/2 jähriger Labbi operiert werden da da zwei Steine mit einem Durchmesser von ca. 2,5 cm im Dünndarm steckten.

Ein mir bekannter Dobermann hat sich einmal einen Stock (durch puren Übermut)durch den Gaumen gespiesst, ebenfalls Not OP. Er konnte in letzter Minute gerettet werden.

Bei Bällen achte ich darauf, das Schnüre dran sind(so kann ich sie im Notfall aus dem Gaumen entfernen).

Im Übrigrn unterbinde ich Macho(bzw. Zickengehabe) gleich im Keim, wenn sich einer prügelt, dann ich, da ich der Boss bin)))) bzw. versuche der Boss zu sein.


Gruss Konny



Der Weg wächst im Gehen unter Deinen Füssen, auf wunderbare Weise entfaltet sich die Reise mit dem nächsten Schritt.


Frieder Gutscher

www.boyar-vom-drachenhort.de.tl

rb_THSFan
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Beitrag von rb_THSFan » So 30. Nov 2008, 19:28


Hallo Silke,


dieses Verhalten kenne ich nicht, weder von meinem Jackson, noch von Porter.


Jackson war zwar stolz, wenn er etwas hatte, ließ sich aber (aus Menschensicht: leider) immer alles abnehmen. Und hatte dann das Nachsehen. Einmal, ich erinnere mich noch gut, übernachteten wir vom Hundeverein aus mit 10 Hunden und Besitzern im Vereinsheim. Die Körbchen für die Hunde wurden mitgebracht, da es am Boden des Heims sehr zugig und wirklich kalt war (Winter). Mitten in der Nacht irgendwann wurde ich wach und hielt nach meinem Hund ausschau. Da sah ich ihn auf dem nackten Boden liegen, aus seinem Körbchen vertrieben. Das tat mir in der Seele weh und ich hätte mir sehr gewünscht, dass er wenigstens sein Körbchen verteidigt hätte. Er durfte dann aber zu uns auf die große Luftmatratze und hat den Rest der Nacht auch dort verbracht.


Porter lässt sich auch alles wegnehmen, sogar seinen Futterbeutel. Ich habe zwar die ganze Zeit gedacht, dass er sicher mit Rüden Zoff beginnt, wenn diese auf Ärger aus sind, doch neulich kam ein Rüde im Feld um die Ecke gerast, auf Porter zu, der in ein kleines Suchspiel vertieft war. Beide grummelten sich an, wurden steif, stakselten, dann wurde es ziemlich laut, keiner der Frauchen konnte jetzt noch eingreifen, wir entfernten uns von den Hunden, damit sie sich nicht auch noch moralisch unterstützt fühlten und ich dachte o.k. jetzt geht es gleich richtig zur Sache. Der andere Rüde ritt auf, es wurde wahnsinnig laut, Porter blieb wie angewurzelt stehen und ließ es sich gefallen. Der andere war Sieger und trollte sich sodann. Ich war überglücklich, noch nicht mal eine Schramme hatte es gegeben. So wie ich Porter bisher kennengelernt hatte, vermutete ich, er würde sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und es würde Blut fließen. Ich fand es wirklich superklasse wie sich mein "Jüngster" verhalten hat und war sehr stolz auf ihn. Genauso hat sich auch Jackson immer verhalten, hat nie provoziert, war nicht auf Streit aus, hat eher beschwichtigt. Es scheint so, dass Porter sich auch in diese Richtung entwickelt (auch wenn es an der Leine ganz anders aussieht, aber wir arbeiten dran).


Liebe Grüße

Annette

[Dieser Beitrag wurde am 30.11.2008 - 18:33 von THSFan aktualisiert]



mit hundesportlichen Grüßen Annette mit Porter und Jackson im Herzen; www.jackson-rode.de

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Beitrag von rb_Uschi » So 30. Nov 2008, 21:17


Hallo Konny,


es kommt darauf an, welche Hunde dabei sind, ob Bälle fliegen oder nicht. Es gibt gewisse Kandidaten, da verschwindet auch bei mir der Ball sofort in der Tasche, bei fremden Hunden sowieso. Nicht weil Wijnta neidisch wäre, sondern weil so mancher Hund einfach alles haben will und dann auch seine Zähne dazu benutzt.


In dem beschriebenen Fall hat der Rüde den Ball gefunden, er lag neben dem Weg. Sein Stöckchen, das er mit sich rum trug legte er nun daneben und hatte einen echten Konflikt.


Zum Prügeln: das kann so blitzartig losgehen, so schnell kannst gar nicht gucken. Wir haben in dieser Beziehung leider eine leidvolle Erfahrung gemacht, auf die wir herzlich gerne verzichtet hätten. Und da gings nicht um "Besitz".


Viele Grüße

Uschi

[Dieser Beitrag wurde am 30.11.2008 - 20:18 von Uschi aktualisiert]


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Beitrag von rb_kenzo » So 30. Nov 2008, 21:48


Heute morgen auf der Hundewiese.


Ich sitze bei strahlendem Sonnenschein auf einer Bank am Ufer des Rotbachs, genieße den Blick auf die Berge und unterhalte mich angeregt mit einer sehr netten älteren Dame, von Beruf Psychologin in der Humanmedizin. Kenzo liegt derweil auf der Wiese und schaut uns die ganze Zeit an. Ein anderer großer Rüde (Schäfermix) kommt angelaufen. Herrchen hat ihm seinen Wurfball in Form einer Birne oder Weihnachtsglocke, so was hab ich bis dato nicht gesehen, um den Hals gebunden. Herrchen sieht, oh da ist ja ein anderer Hund, montiert die Birne ab und setzt vor uns zum Werfen an. Kenzo denkt nur noch BEUTE!!!! Er schaut sich die Sache an, findet sie SEHR interessant und bedrängt bereits das Herrchen des Mischlings, ihm den Ball endlich freiwillig herzugeben.


Was dann passiert wäre, hätte ich nicht eingegriffen, kann sich jeder denken.


Ich erhob mich von der Bank holte Kenzos Bringsel aus der Tasche raus und rief ihn zu mir. Sofort saß er bei Fuß an meiner linken Seite und freute sich über die Bestätigung.


Ich will uns nicht selbst loben, aber die Psychologin war über unser Verhalten begeistert und sagte mir, dass sie es noch nie bei Hundehaltern gesehen hätte, wie sie solche Situationen mit negativen Energien auf beiden Seiten, auf diese Art und Weise vermieden hätten.


Ich sagte ihr nur, dass es schon gut ist, wenn man etwas von der Psyche des Hundes weiß.




Einen schönen Sonntagabend noch und einen guten Wochenstart wünschen

Uli und Kenzo



Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
www.airedale-kenzo.de

rb_sijuto
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Beitrag von rb_sijuto » Mo 1. Dez 2008, 10:12


Hi Ihr,

mir ist klar, dass ich da eine neue (alte) Baustelle habe.


Bisher habe ich natürlich darauf geachtet, dass keine Ballspiele "Zoff" in die Hundegruppe bringen - es lässt sich aber leider absolut nicht vermeiden, dass sich irgendein Hund aus der Gruppe irgendeine "Beute" auf dem Spaziergang sucht (Müll, Flaschen, Äste - irgendetwas findet man doch immer ...).


Und die nicht zur "Gruppe" gehörenden Hundehalter die ja nunmal auch immer mal unterwegs sind, halten sich natürlich auch nicht an unsere Absprachen.


Tom dann anzuleinen ist doof, da er leider an der Leine äußerst aggressiv ist - ich werde aber wohl trotzdem zukünftig in solchen Situationen anleinen, auch wenn er dann erst recht ausflippt.


Leider ist er beim Anblick von Hunden mit Beute, die er haben möchte, nicht zuverlässig abrufbar. Schlimmer noch: befindet er sich schon in der "Konfrontation" mit dem anderen Hund und ich versuche ihn dann abzurufen, wertet er meinen Ruf als "Signal zum Angriff" und geht nach vorne.


Daran muss ich natürlich weiter arbeiten, so lange das nicht klappt manage ich das halt zukünftig mit der Leine ...


Nun gut, manchmal sind die Wuffels aber auch wirklich fies!

Liebe Grüße

Silke



BildLämmelein Jule und der moZ TomBild

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