Zuchtzulassung

rb_mtilkov
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Beitrag von rb_mtilkov » Di 22. Feb 2005, 13:15


Lieber Herr Piotrowski!
Auch wenn ich mich hier an dieser Stelle noch nicht zu den Redlines geäussert habe, wohl aber weiter oben, so möchte ich doch als Airedaleliebhaberin, Trimmerin und Mensch mit gutem Auge für Proportionen etwas zu Ihrer Meinung sagen.
Ich persönlich sehe auf den Bildern von Martin nur gut proportionierte, kräftige Hunde die zwar einen kompakten Eindruck machen, aber durchaus vom Typ her schon immer da waren( auch in D), Hunde ohne Übertreibungen, was Größe und Haarqualität angeht, vom Stockmaß her wohl eher im unteren Bereich des Standards anzusiedeln.
Meiner Meinung nach tut das der Gesundheit aber gut.
Ich selbst habe einen Airedale, der etwas zu weiche Haare hat mit üppigem Bart und Beinbehaarung natürlich, bedingt durch viel Unterwolle, habe einige solcher Hunde auch als Trimmkunden und weiss um die Pflegeschwierigkeit, oft kriege ich von den Kunden die Hunde völlig verfilzt zur Pflege, weil sie selbst der Haarfülle nicht Herr werden!
Im Gegesatz zu meinem Irishterrier wirkt mein Airedale immer, als würde er auf Stelzen laufen, er vertritt sich oft und humpelt häufig, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass die 63-64cm Stockmaß, die er aufweist, obwohl sicher noch geduldet und erlaubt, nicht gesund sind, weil der Hund von den ganzen Proportionen her "zu hoch" ist.
Wie sie sicherlich wissen, ist der Bullterrier ein Ahne unseres heutigen Airedales, was man zwar heute," dank" Hundeverordnung, besser nicht mehr laut sagt, dennoch ist das Erbe unverkennbar, das lange Vorgesicht, die relativ kleinen Augen und bei einigen Airedales die kräftige Brust geben Zeugnis davon (und vom Charakter her wohl auch die Langmut und Freundlichkeit, was "Kampfhund"gegner diesen Hunden fälschlicher Weise immer zu unrecht absprechen wollen).
Mein Airedale hat eine sehr schmale Brust, bei deren Anblick ich immer denke, ach wäre er doch etwas breiter, dann würde er "ausgewogener" wirken, mehr "Halt" haben.
Insofern, obwohl ich ihre Meinung bezüglich der Redlinefotos nicht teile, vielleicht wäre die Tendenz vom "schmalen" Airedale, der von der Facon her immer mehr an den Dobermann erinnert, hin zu etwas kompakteren Ausmassen nicht verkehrt, die Airedales in den 70er und 80er Jahren waren so vom Erscheinungsbild her, in den letzten Jahren wurde für mich persönlich zu sehr in die Höhe gezüchtet, was der Gesundheit nie gut tut, was man auch bei anderen Hunderassen sieht, siehe Doggen, die mit vier Jahren schon gesundheitlich "alt" sind oder die irischen Wolfshunde, die dank ihres kranken Herzens "plötzlich" mit 2 Jahren umkippen und tot sind.... auch das sind Rassen, die in den letzten Jahren viel zu sehr auf "Höhe" gezüchtet wurde, mit beschriebenem Ergebnis!
Für mich wünschenswert wäre ein Rückbesinnen auf die Wurzeln was obiges angeht verbunden mit den zu befürwortenden Gesundheitskontrollen, z.B. was HD angeht!
Also, für mich gesagt..... lieber etwas mehr bully, als zu sehr Gordon Setter oder was an "Schmalbrüsten" da sonst noch alles mitgemischt hat
!!
Mit freundlichem Gruß
M.Tilkov

[Dieser Beitrag wurde am 22.02.2005 - 14:10 von mtilkov aktualisiert]

[Dieser Beitrag wurde am 22.02.2005 - 15:20 von mtilkov aktualisiert]



Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem Anderen zu

rb_lutz
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Beitrag von rb_lutz » Di 22. Feb 2005, 13:49


Hallo Martin,
ich hatte natürlich nicht im entferntesten im Sinn deine Annie schlechtzumachen,sie ist nur so für einen Airedaleterrier für mich ein untypisches Bild.Ansonsten gefällt mir der Hund sogar recht gut und ganz besonders das Haarkleid von dessen Qualität Du ja auch überzeugend gute Bilder ins Forum gestellt hast.Wenn der Hund dann auch noch nicht haaren würde, wie wir es vom AT gewohnt sind, wäre das Super.Ich kann mir nur noch nicht vorstellen wie das funktionieren soll.
Ich hätte auch in keiner Weise etwas dagegen wenn Du damit etwas zur Blutauffrischung unserer Airedales beitragen könntest sofern die eingesetzten Tiere gesund und speziell HD-frei sind.In den USA vertritt man noch weitgehend den Irrglauben HD wäre ausschließlich eine Sache der Ernährung und Aufzucht und nicht vererbbar so das diesbezüglich keine züchterischen Kontrollen stattfinden.Wenn man also den Genpool erweitern möchte muß man aufpassen dass man nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreibt.
Wie du das Wesen dieser Redlines beschreibst sind sie ja nicht nur für die Jagd sondern auch für andere Aktivitäten und als Familienhunde zu gebrauchen (was ja schon heute ca. 90% der AT,s sind).Für den VPG-Sport oder eine richtige Schutzhundausbildung wo sie in gepolsterte Menschen reinbeißen müssen scheinen sie ja weniger geeignet zu sein.Da wird man wohl weiterhin auf den DDR-Pool zurückgreifen müssen.
Für meinen Bruder wäre das nach Deiner Beschreibung
aber als Pächter einer recht großen Jagd mit viel Schwarzwild genau der richtige Hund.Er wollte sich unseren Joker schon mal ausleihen um festzustellen ob der die Spur von angefahrenem (angeschossenen?) Schwarzwild aufnimmt das sich ins Unterholz verkrochen hat.Den habe ich ihm aber nicht mitgegeben da ich, und letzendlich auch er,die Befürchtung hatten das der AT gegen einen wütenden verletzten Keiler schlechte Karten hat wenn er ihm nicht ausweicht sondern ihn angeht und das würde er so wie wir ihn kennen machen.Also muß mein Bruder weiterhin auf den Jagdterrier eines Waidgenossen zurückgreifen oder selbst auf dem Bauch mit Taschenlampe und Kurzwaffe durchs Unterholz kriechen um verletztes Wild aufzuspüren bis Deine Redlines hier zu haben sind.
Ich wünsche Dir wenigstens viel Erfolg mit deinem Vorhaben auch wenn für mich persönlich ein Bart dran sein muß.
Viele Grüße lutz mit Joker


[Dieser Beitrag wurde am 22.02.2005 - 13:01 von lutz aktualisiert]

[Dieser Beitrag wurde am 22.02.2005 - 19:27 von lutz aktualisiert]



Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,

was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.

A.R. Gurney

rb_Martin
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Beitrag von rb_Martin » Di 22. Feb 2005, 15:26




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Beitrag von rb_mtilkov » Di 22. Feb 2005, 16:18






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Beitrag von rb_Martin » Di 22. Feb 2005, 18:43




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Beitrag von rb_dogmama » Di 22. Feb 2005, 18:54


Hallo Martin,

nachdem Sie ja nun schon das ok zur Zucht erhalten haben - aber dabei die Gesundheit nicht vergessen!!! -, Ihnen bei Gelegenheit ein Bild von einem "mehrfach richterlich betont standartnahen At - Rüden" zur Verfügung gestellt wird, steht Ihrer Zucht ja eigentlich nix im Wege

Wenn Sie dann auch noch die Hunde aus einem anderen Winkel fotografieren würden, hätte keiner mehr was zu beanstanden ...

Und jetzt an die, die den Airedale erfunden haben:
Sicherlich ist der Redline für unsere Augen ein wenig gewöhnungsbedürftig - die langen Ruten waren es auch -. Deswegen muß nun nicht ständig an ihnen herumkritisiert werden, da gäbe es bei manch einem deutschen Züchter einiges zu tun ...

Hier wurden Redlines vorgestellt, ein interessanter AT-Typ, der nicht jedem gefällt und auch nicht gefallen muß. Keiner muß ihn kaufen. Ob ich mal einen Redline haben möchte, kann ich mir im Moment nicht vorstellen - was ich aber NICHT haben möchte, weiß ich genau, nämlich ein AT-Pony mit 65 cm Schulterhöhe.

Akzeptieren wir doch einfach, daß es auch AT gibt, die anders aussehen als unsere.

Gruß
Karin



Wo immer der Begriff Ethik benutzt wird, ist er untrennbar mit dem Respekt vor jeglichem Leben verbunden.

rb_Martin
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Beitrag von rb_Martin » Di 22. Feb 2005, 21:09




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rb_lutz
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Beitrag von rb_lutz » Mi 23. Feb 2005, 15:47


ich habe heute schon 2x versucht einen Beitrag in die "Plauderecke" zu stellen.Jetzt werde ich es mal hier mit einem Test versuchen bevor ich weitermache. lutz
O.K. hier klappt es

Wie groß sind Eure Airedales?
Nachdem ich die Größe unseres AT-Rüden in der Rubrik
"Ernährung" mit fast 65 cm angegeben hatte, wurde diese Angabe unter der Rubrik "Zucht" kritisch betrachtet. Ich hatte vor, diese Frage in der "Plauderecke" zu stellen,was aber nicht geklappt hat.Ich beabsichtige nicht, mit unserem AT zu züchten. Er ist der Größte unter 11 Geschwistern geworden ,und einen Großen wollte ich haben. Für die Zucht sind sicher einige Wurfgeschwister besser geeignet, die in der Größe näher dem Rassestandard liegen .Immerhin sind ein Rüde und eine Hündin aus seinem Wurf jeweils Bundesjugendsieger K.f.T. geworden. Wenn ich die Deckrüdenliste dieser HP betrachte , fällt mir aber auf,dass dort ähnlich große Rüden aufgeführt sind. Dabei gibt es manchmal noch Differenzen zwischen Züchterangaben und Körberichten. Einige Rüden ohne Angaben machen mir auch nicht gerade einen zierlichen Eindruck. Aufgrund der Kritik habe ich unseren Rüden nochmals nach Vorschrift nachgemessen. Also direkt hinter den Vorderläufen senkrecht mit einem rechten Winkel am Türrahmen gemessen ergab 64,7-64,8cm Widerristhöhe bei zur Seite gelegtem Winterpelz. Die Länge vom Brustbein bis zum Sitzbein war etwas schwieriger zu messen und ergab : 64 -64,5cm. Also ein großrahmiger ,quadratischer AT.Tieferlegen lassen wie beim Auto kann ich ihn nicht und ich mag große AT,s.
Im Vergleich mit der Deckrüdenliste ,weiß ich jetzt nicht, was der Herr Voigt mit der "dramatisch vom Standard abweichenden Widerristhöhe" für unseren AT meint, wenn er selbst bei seinem letzten Wurf einen Deckrüden mit Ex-DDR/ Schweizer Vorfahren mit 63cm eingesetzt hat. Ich meine,diese 1,5cm trennen nicht gerade Welten und ich kann nichts Dramatisches daran finden.
Auch Susan besitzt einen Deckrüden von 64 cm.
Karin möchte ich im Namen meines Enkels und von dem meines Bruders(4 und 5 Jahre) danken, dass sie unseren Joker zum " AT-Pony" befördert hat. Die beiden versuchen schon seit längerem , auf ihm zu reiten, was ich bisher verhindert hatte. Aber nach dem Urteil einer langjährigen AT-Kennerin wird er jetzt herhalten müssen. Auch mir ist jetzt endlich ein Licht aufgegangen, warum sich unser AT oft so verhält wie eine Mischung aus jungem Fohlen und Zirkuspferd.
Egal, ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass unser Joker bei den ATs, die uns begegnen wesentlich aus der Art schlägt und beileibe nicht immer der Größte ist.Eine AT-Hündin bei uns ist 71cm groß, als ich sie das 1.Mal ungetrimmt auf der Hundewiese gesehen habe, dachte ich da hätte sich ein Schafsbock verlaufen.
Ich mag ja auch die kleineren Hündinnen mit den femininen Gesichtern gern, glaube aber einfach ,dass unser Joker besser zu mir passt, da ich mit rund 100 kg Körpergewicht ruhig einige Zentimeter größer sein könnte.
Also nochmal meine Frage: Was meint ihr, was ist für einen AT an Größe akzeptabel, vorausgesetzt alle Proportionen stimmen.

Mit freundlichen Grüßen lutz mit Joker

P.S.Im gleichen Buch von Janet Huxley "Aireredaileterrier Heute" was G.Piotrowsky oben anführt habe ich auf S.35 eben folgenden Satz gelesen:"Das Durchschnittsgewicht für eine Hündin beträgt ca.18-23kg,das eines Rüden variiert zwischen 25,5 und 33kg.Körpergröße und Knochenstärke spielen eine bedeutende Rolle.Hat der Hund 61-71(!!!)cm Schulterhöhe befindet er sich am oberen Ende der Gewichtsskala."
71cm gibt es also wohl noch durchaus obwohl der Standard nur bis 61cm geht.

[Dieser Beitrag wurde am 25.02.2005 - 13:45 von lutz aktualisiert]



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A.R. Gurney

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Beitrag von rb_Susan » Mi 23. Feb 2005, 22:04


@Martin

Es tut mir leid, daß dieser Thread jetzt so abgleitet in Nebensächlichkeiten. Mir war es ernst mit der Anfrage, die du für mich auch zufriedenstellend beantwortet hast. Danke dafür!!

Mir ging es wirklich um die Frage, ob man mit diesen anscheinend knackigen Hunden die Erbgesundheit (und damit meine ich nicht nur die vielzitierte HD, sondern viel mehr) und das Wesen unserer Rasse verbessern könnte. Wobei ich sicher bin, daß die Züchter, die weniger Wert auf Charakter und Gebrauchstüchtigkeit legen, diese Hunde sowieso nicht einsetzen würden. Denn man züchtet damit vielleicht nicht die zukünftigen Ausstellungssieger, aber vielleicht tut man der Rasse als Ganzes einen Gefallen.

In diesem Sinne, Susan


rb_Rainer
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Beitrag von rb_Rainer » So 27. Feb 2005, 22:42




[Dieser Beitrag wurde am 21.12.2008 - 03:14 von Rainer aktualisiert]


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