KÖRUNG
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Hallo Uwe,
mich würde wirklich interessieren, was Du uns mit Deinen Beiträgen mitteilen willst. Außer persönlichen Anfeindungen kann ich daraus leider nichts entnehmen.
Es wäre schön, wenn man Sachlichkeit von persönlichen Anfeindungen trennen könnte und dann auch entsprechend interessante Beiträge lesen würde.
Wo ist der sachliche Beitrag?
In diesem Sinne einen schönen Abend wünschen
Uli und Kenzo
[Dieser Beitrag wurde am 28.01.2009 - 20:28 von kenzo aktualisiert]
Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
www.airedale-kenzo.de
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Hallo AT-Freunde,
der Sinn einer Körung in der Hundezucht ist nichts anderes als dass aus der Anzahl der zuchttauglichen Tiere diejenigen ausgewählt werden sollen, die hervorragende Vererbungsqualitäten mit phänotypisch hervorstechenden Eigenschaften vereinen und die geeignet sind durch ihre Zuchtverwendung die Qualität der Rasse zu verbessern.
Eine Körung ist keine verschärfte Schutzhundprüfung sondern hier hat der Formwert beim Gebrauchshund wie dem Airedaleterrier genau so überprüft zu werden wie die Wesensfestigkeit.
Von einem erfahrenen Ausbider rein AUSBILDUNGSTECHNISCH (ob nun mit fragwürdiger oder zeigemäßer TECHNIK)errungene antrainierte Eigenschaften eines Schutz-oder Sporthundes sagen über Vererbungseigenschaften eines angekörten Hundes für die Zucht nur wenig aus und können sogar unter Umständen die Erwartung über die Nachkommen erheblich enttäuschen, da ausbildungstechnisch erworbene Eigenschaften genau so wenig vererbbar sind wie abgelegte Prüfungen.
Eine Körung soll aber Erkenntnisse für die weitergehende Zucht aufzeigen und die Zucht nach vorne bringen.
Mit freundlichen Grüßen lutz mit Joker
[Dieser Beitrag wurde am 28.01.2009 - 20:58 von lutz aktualisiert]
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.
A.R. Gurney
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rb_terriertussi
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KÖRUNG
Hallo Forumsfreunde,
interessiert habe ich heute die letzten 3 Seiten dieses Threads gelesen. Ich bin enttäuscht über uwes, der hier gut in die Fußstapfen derer tritt, die bisher oft nur durch Anfeindungen aufgefallen sind. Ich bin froh über all euch andere, die sich wohl wirklich unsere letzten Diskussionen über das Miteinander hier im Forum zu Herzen genommen haben und sachlich am Thema bleiben.
Sicher ist das Thema sehr vielschichtig. Richtig ist,wie Uwe sagt, dass Körungen Elemente des VPG-Sportes beinhalten und Gebrauchshundeigenschaften überprüft werden sollen. Richtig ist auch nach Lutz`Aussage, dass eine Körung eine besondere Zuchtauswahl darstellt und nur die Hunde, die dem Idealbild des AT in Standard und Wesen nahe kommen, diese Wertigkeit erhalten sollen.
Da der AT als Gebrauchshund eine rein kontinentale Erfindung ist, werfe ich in diese Diskusion ein, dass diese Art Körung im Heimatland des AT weder durchgeführt würde noch möglich wäre.
Meiner Meinung nach wird, so wie es jetzt gehandhabt wird, die Körung zu einer "Mutprobe" herabgestuft, die jeglichen Sinn verliert. Folgen wir den Auszügen aus Ulis Beitrag, in denen er zitiert, dass TSB überprüft werden soll, indem dem Hund geholfen wird, gute Griffe setzen zu können usw.,sehen wir, dass die Praxis im KfT eher andersrum läuft. Eine solche "Mutprobe", wo Hunde durch Stockhagel durch müssen und an unerlaubten Stellen so verletzt werden,dass sie gebrochen werden, entbehrt jeglicher Grundlage und Vernunft. Außerdem wird im Reglement nirgendwo eine "Mutprobe" verlangt...
Nun wäre es schön, hierauf fundierte Antworten, vor allem von Uwe, zu bekommen.
Liebe Grüße
Benita
ach, p.s. Schutzhund drei plus Schutzhund drei macht wirklich genau so wenig Schutzhund sechs wie Champion plus Champion Multichampion macht....
[Dieser Beitrag wurde am 28.01.2009 - 21:19 von terriertussi aktualisiert]
Unrecht zu haben ist kein Unglück. (Dale Carnegie)
Der Umgang mit Menschen ist wahrscheinlich das heikelste Problem, was wir zu lösen haben.(Dale Carnegie)
Haben Sie je daran gedacht, dass der Hund das einzige Tier ist, das sich seinen Lebensunterhalt nicht verdienen muss?? Ein Huhn muss Eier legen, ein Kanarienvogel muss singen, aber ein Hund verdient sein Leben einzig und allein damit, dass er Sie gern hat.(Dale Carnegie)
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Hallo Lutz,
Deine Aussagen treffen im großen und ganzen ziemlich genau zu. Nur lassen sich nicht bei jedem Hund die in den Körungen gewünschten Wesenseigenschaften ob antrainiert oder untrainiert abrufen.
@Benita
Auch dass der Hund durch den Stockhagel durchgeht und dann zupackt, kann man ihm antrainieren. Nur ist es fraglich, ob man dies in der heutigen Zeit noch will!
Gruß an alle und einen schönen Abend
wünschen
Uli und Kenzo
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rb_terriertussi
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- Registriert: Mi 16. Dez 2009, 01:00
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Hallo Uli,
schitegal, ob das noch Leute wollen - es steht NICHT in der Körordnung, dieses Vorgehen. Und es ist nicht der Mut eines Hundes, sondern sein TSB (Triebveranlagung, Selbstsicherheit und Belastbarkeit) zu überprüfen. (Natürlich kann man bei entsprechender Interpretation zu dem Schluss kommen, dass genau der jetzige Modus operandi das Richtige dafür ist - die Frage nur, wie sich so etwas mit den Ausführungsbestimmungen und dem TierSchG deckt...)
Liebe Grüße
Benita
p.s. Wenn es denn so sein sollte - warum handeln nicht die anderen Gebrauchshundvereine wie DSH, Mali oder Dob. bei ihren Körungen auch so wie wir? Gerade die sind für "harte Methoden" bekannt und sind trotzdem "menschlich"....
Unrecht zu haben ist kein Unglück. (Dale Carnegie)
Der Umgang mit Menschen ist wahrscheinlich das heikelste Problem, was wir zu lösen haben.(Dale Carnegie)
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Hallo zusammen,
hallo Benita,
und so sieht es in unserem Nachbarland der Schweiz aus:
http://www.hundeweb.org/hundewebd/index.html
und dann etwas runterscrollen.
Laut mir vorliegenden Informationen werden dort aufgrund der dort gültigen Tierschutzverordnung die Stockschläge bei den IPO Prüfungen lediglich angetäuscht.
Gruß
Uli
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KÖRUNG
Hy Uli
Sie werden in der Schweiz noch nicht mal angedeutet, sie sind dort in der Prüfung untersagt.
Deshalb kommen viele VPG´lernach Deutschland, weil sie in der Schweiz auch nicht mehr "geübt"werden.
Und um auf grösseren Prüfungen auch im Rahmen der FCI starten zu können, sollte der Hund doch an die Stockschläge gewöhnt sein.
Bei uns auf dem SV haben wir sehr viele Schweizer.
Ich weiss es auch von diversen Nachbarvereinen.
Zur allgemeinen Info.
In der Schweiz benötigt ein Hund keine BH um im VPG/IPO starten zu können. Wollen die Schweizer in Deutschland eine IPO laufen, muss der Hund eine BH machen, auch wenn er in der Schweiz schon X-mal seine IPO 3 hat.
Ausnahmen bestehen bei FCI- Prüfungen.
Gruss Konny
Der Weg wächst im Gehen unter Deinen Füssen, auf wunderbare Weise entfaltet sich die Reise mit dem nächsten Schritt.
Frieder Gutscher
www.boyar-vom-drachenhort.de.tl
KÖRUNG
Hallo Benita,
ich weiß nicht wo Du und einige andere ihr Wissen her habt, daß die Hunde bei der Körung durch einen Stockhagel müssen,oder gar dabei verletzt werden. Habt Ihr Euch jemals eine Körung angesehen, ich glaube nicht denn sonst kämen nicht solche Äußerungen. Ich habe mir die Körung in Herten nach der neuen Körordnung angeschaut und ebenfalls Körungen noch nach der alten Körordnung. Für Herten kann ich nur sagen, es wurde vollkommen Regelkonform gearbeitet, keiner der Hunde wurde verletzt.
Von Euch werden die Mali und DSH-Körungen angesprochen. Wart Ihr schon bei einer Mali-Körung. Dort wird den Hunden ein vielfaches mehr abverlangt. Der AT ist nun mal bei uns ein Gebrauchshund und ich denke die Hunde die angekört werden sollen,müßten auch die einfachen Elemente einer abgeschwächten VPG-Prüfung überstehen.
Wenn ein Züchter für seinen Hund das höchste Prädikat in der Zucht "Körung" beansprucht, muß er auch in dieser Hinsicht mit seinem Hund arbeiten.
Hier unterscheiden sich aber wohl die Ansprüche der Hundesportler und deren Züchter und eben der Rest (nicht böse gemeint).
Desweiteren kann ich nur anmerken, daß wohl die Richter sowohl die Helfer darauf achten, daß das Tierschutzgesetz bei einer Körung eingehalten wird.
MfG
Renate
KÖRUNG
Hi Ihr,
Danke für Eure letzten Beiträge, ich finde sie sind eine gute Diskussionsgrundlage, die Eure Standpunkte nachvollziehbarer machen.
@Benita:
Bei einer Sache Deiner Ausführungen vermute ich, dass dieser Gedankengang von vielen so nicht geteilt werden kann – diese Vermutung bestätigt sich auch schon durch Renates Beitrag:
Du wirfst ein, dass die Körung eine rein kontinentale Erfindung sei und im Heimatland des AT's so etwas nicht praktiziert wird und auch nicht möglich wäre.
Ich denke aber, dass der AT hier in Deutschland halt doch sehr als Gebrauchshund "etabliert" ist und ihn deshalb auch viele unter diesem Gesichtspunkt z.B. durch eine Körung "verbessern" (bzw. Fähigkeiten erhalten) wollen - auch wenn das im Ursprungsland so nicht üblich ist.
Ob das durch die jetzige Form der Körung möglich ist, will ich gar nicht beurteilen, kann aber verstehen, dass man "Bedarf" daran sieht ...
@Renate,
schön, dass Du für uwes eingesprungen ist, dem der SENF wohl irgendwie im Hals stecken geblieben ist, so dass er sich doch nicht mehr äußern mochte.
Gut, dass Du deine Sichtweise der Dinge einbringst, zumal Du ja auch die Hertener Körung live miterlebt hast. Ich kann Deinen Argumenten auch recht gut folgen – gerade was das Interesse der Hundesportler und deren Züchter an die Köranforderungen angeht, finde ich es logisch, dass es da unterschiedliche Erwartungen gibt (Leistung/Schönheit), da sind die unterschiedlichen Meinungen zur Körordnung bestimmt schon zum Teil mit zu erklären.
An einer Stelle hakt es aber meiner Meinung nach: Du schreibst, dass Hunde, die angekört werden, zumindest den Anforderungen einer „abgeschwächten VPG-Prüfung“ standhalten müssten.
Das hört sich erst mal logisch an, wenn es aber nur darum ginge, würde ja als Köranforderung auch eine/mehrere abgelegte VPG-Prüfungen langen, dann hätte man das ja schon abgeprüft und bräuchte keinen Körschutzdienst, oder?
Ich hab mich jetzt mal ein bisschen durch die Ergebnislisten gewühlt und einen Hund gefunden der knapp drei Wochen nach einer VPG III-Prüfung (mit 100 Punkten im Schutzdienst!) dann bei der Körung durch den Teil II geflogen ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Hund nicht ganz drei Wochen nach dieser tollen Leistung nicht mehr in der Lage war, den Anforderungen einer „abgeschwächten VPG-Prüfung“ stand zu halten.
Irgendwie scheint der Körschutzdienst dann definitiv nicht nur "abgeschwächte VPG-Prüfungs-Anforderungen" gehabt zu haben sondern mehr – aber was?
Es grüßen
Silke,
Jule (aus Championzucht)
und Tom (aus Leistungs-, Auslese und Körzucht)

