Hund als Einbruchsschutz

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lutz
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Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von lutz » Do 30. Jan 2020, 12:06

Hallo AT-Freunde,

bei uns gibt es auf Twitter eine Seite unserer Polizei auf der alle 2 Wochen ein sogenanntes Einbruchsradar veröffentlicht wird. Das ist ein Lageplan unserer Stadt in denen die zur Zeit am häufigsten von Einbrechern heimgesuchten Stadtteile farblich gekennzeichnet sind. Je häufiger dort eingebrochen wird desto dunkler ist die Kennzeichnung. Unser Stadtteil ist meist mit am dunkelsten.

Dazu gibt die Polizei dann gute Ratschläge. Alle Leute sollen die Augen offen halten und auch Verdächtiges bei den Nachbarhäusern über den Notruf melden um einen ersten Vorabcheck über diese Notrufnummer zusammen mit dem dortigen Operator zu machen. Dann sollte man seine Wohnung oder Haus auch dringend noch mechanisch durch massiven Einbruchsverhinderungsschutz ausrüsten und eventuell noch mit einer Alarmanlage ausrüsten.
Das ist ja alles sehr schön, dazu habe ich aber dann geschrieben dass sie bei ihren gutgemeinten Ratschlägen aber ein ganz wichtiges und wirksames Instrument vergessen hätten nämlich einen guten Wachhund der bei Bedarf dann auch ordentlich zupacken kann. Das ist nämlich eine sehr wirksame Waffe gegen Einbrecher. Wenn sie wissen dass solch ein Hund im Haus ist lassen sie nämlich lieber die Finger davon.

Bei mir sind die Brüder wenigstens schon seit Jahren mehr gewesen seitdem ich mehrere markante Emailleschilder mit einem respektheischendem Airedaleporträt (von Marlies Esser soviel ich noch weiß) rund ums Haus und an der Garage mit "Hier hier wache ich!" und "Vorsicht gefährlicher Hund" befestigt habe. Denn Greta ist zwar draußen sehr lieb zu allen Menschen aber schlägt sofort Alarm sowie sich nur jemand unserem Haus nähert. Sie hat Ohren da staune ich immer wieder wie gut sie hört und ungebetene Eindringlinge würde sie sicher sofort am Hosenboden kriegen ohne viel zu fragen.

Ein guter Wachhund ist m.E. besser als die ganzen Alarmanlagen an den umliegenden Nachbarschaftshäusern. Einbruchsexperten fällt es meist leicht diese Dinger stillzulegen. Einen Hund kann man weder mit Bauschaum noch mit einem durchtrenntem Kabel abschalten.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.

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Lena
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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von Lena » Do 30. Jan 2020, 12:26

Hallo Lutz,
das stimmt wohl, daß ein Hund die beste Alarmanlage ist. Aber:
lutz hat geschrieben:
Do 30. Jan 2020, 12:06
. Einen Hund kann man weder mit Bauschaum noch mit einem durchtrenntem Kabel abschalten.
Hunde kann man vergiften! Ich erinnere mich an einen Hundehalter aus dem Bekanntenkreis, dem nacheinander seine zwei Schäferhunde vergiftet wurden. Kurz danach wurde bei ihm eingebrochen.
Wer Böses im Schilde führt, schreckt auch leider vor sowas nicht zurück.

Ich hab rund ums Grundstück Bewegungsmelder. Wenn mir nachts irgendwas komisch vorkäme, dann würde ich meinen Handalarm zwischen Fenster und Rolläden legen. Da wär die gesamte Nachbarschaft wach. :dog_laugh

Die Dinger sind unglaublich laut, ich schlepp dieses Teil auch oft abends mit, wenn ich später als gewöhnlich mit Käthe rausmuß.
Sie sind nicht viel größer als eine Streichholzschachtel.

LG Lena

Asco
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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von Asco » Do 30. Jan 2020, 15:45

Hallo Lutz,
ich glaube auch das ein Hund die bessere Alarmanlage ist. Asco ist zwar ein lieber Kerl aber wenn sich nachts jemand an der Haus- bzw. Terrassentür zu schaffen machen würde gäbe es ein ordentliches Bellkonzert.
Man sollte auch im eigenen Garten ein Giftködertraining machen und diverse Bewegungsmeldern sind sicher auch sehr abschreckend. Warnschilder sollte man auch aus versicherungstechnischen Gründen am Zaun anbringen.
LG Sonja

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lutz
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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von lutz » Do 30. Jan 2020, 17:02

Hallo Lena und Sonja,

da hier leider bei uns immer wieder Giftköder ausgelegt werden bei denen einige Hunde starben oder lebenslange Schäden davontrugen sofern sie die Vergiftung überlebten, habe ich bei Greta und auch schon mit Joker von Anfang an geübt nichts von der Straße aufzunehmen bzw. die Sachen sofort bei Pfui fallen zu lassen. Das sollte eigentlich auch im Garten funktionieren der aber sowieso für Fremde nicht erreichbar und auch nicht einsehbar ist wenn man nicht schon vorher über Nachbargrundstücke geht und über Zäune klettert. Aber gut nichts ist natürlich unmöglich wenn man es wirklich darauf anlegen würde.
Insofern bereitet mir das aber am wenigsten Sorgen das jemand Greta vorher gezielt vergiften würde da die augenblicklich hier stattfindenden Einbrüche nach Aussagen der Polizei wohl von professionellen ausländischen Diebesbanden gemacht werden die sicher keine lange Vorbereitungszeit für Hundebergiftungen bei ihren Untaten eingeplant haben und erst recht nicht die Drogenabhängigen die den schnellen Bruch machen um die Beute gleich wieder für Drogen versilbern wollen.
Also ich habe schon seit den 90er Jahren eine Alarmanlage die ich aber nicht mehr nutze obwohl es ein leichtes wäre sie wieder scharf zu schalten und verlasse mich da voll auf Greta.
Wer bei mir herein will muss sich allerdings schon große Mühe geben da ich gleich nach unserem Einzug hier massive Zusatzverriegelungen an sämtlichen Türen und Fenstern habe anbringen lassen und wer sich diese Mühe gemacht haben sollte wenn wir in Urlaub sind wird schwer enttäuscht sein denn er wird bei uns nichts finden was sich lohnt denn dafür haben wir schon seit ewigen Zeiten ein Schließfach bei der Bank.
Mich haben an diesen Alarmanlagen die hier fast in und an jedem Haus sind nachher die dauernden Fehlalarme genervt da dann sowieso bald keiner mehr darauf reagiert.
Also kurz und gut für mich heißt das ein Hund ist die beste Alarmanlage die dazu noch wehrhaft ist, was sonst keine Alarmanlage bringt, und dazu Türen und Fenster mechanisch so solide absichern dass sich die Einbrecher schon dort die Zähne daran ausbeißen.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
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ChristaS
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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von ChristaS » Fr 31. Jan 2020, 14:59

Hallo zusammen,

ein Hund (oder zwei oder drei) ist für mich kein Einbruchschutz. Natürlich melden sie (manchmal), schrecken so auch ab, aber im Fall der Fälle...
Auch ich habe ausreichend Schilder, es wird auch laut, wenn sich jemand dem Haus nähert, aber wenn gezielt eingebrochen wird, sind die Täter darauf vorbereitet. Da gibt es Gas, Abwehrspray und zur Not noch den Baseballschläger, da haben auch unsere Hunde keine Chance. Im Wohnmobil haben wir einen Gaswarner - zuhause nicht. Und auch wenn meine Mädels draußen mögliche Köder liegen lassen oder aus lassen, wenn jemand mit lecker-Hack ins Haus käme, würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen.
Vielleicht bin ich doof, aber wenn ich nachts draußen etwas höre, gehe ICH raus und lass die Hunde im Haus. Ich halte mich selbst für überlegter und denke, es ist für Einbrecher abschreckender, sich an einem Menschen, als an einem Hund zu vergehen. GsD hatte ich noch kein ernstes Erlebnis (nur schnarchende Igel!)

@Lena: kannst du mal einen link zu deinem Handalarm einstellen?

Liebe Grüße,
Christa
... mit Butzi und Olympia im Herzen.

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Lena
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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von Lena » Fr 31. Jan 2020, 17:14

Hallo Christa,

ich kann doch nicht verlinken, sonst würd ich dir ein schickes Foto von dem Teil einstellen. :dog_laugh
Ich hab zwei von der Sorte. Die nennen sich Hand- oder Taschenalarm. Ich hab die zuletzt sogar bei Kodi und im Center-Shop gesehen. Mußt mal rumschauen in den Abteilungen wo auch Rauchmelder und sowas zu finden sind.

LG Lena

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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von Asco » Fr 31. Jan 2020, 17:47

Hallo Christa,
Du bist aber mutig, wenn Asco bellen und ich verdächtige Geräusche hören würde, ginge ich da nicht raus im Dunkeln sondern würde die Polizei rufen. Wenn mir einer eins über die Rübe haut hat Asco schlechte Karten weil er dann allein auf sich gestellt ist. Ich bin hier zwar von „Polizeibeamten“ umgeben ( seltsamerweise sind alle meine neuen Nachbarn bei der Polizei) aber bis die was mitkriegen ist es schon zuspät. Wenn was verdächtiges wäre würde ich Asco auch nicht rauslassen, es gibt viele Möglichkeiten einen Hund auszuschalten, Futter, läufige Hündin usw., aber wenn Einbrecher es darauf anlegen kommen sie sicher wenn Keiner auch nicht Hund zu Hause ist, ist viel einfacher.
LG Sonja

Mit
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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von Mit » Fr 31. Jan 2020, 18:47

Hallo,

also wir hatten im Jahr 2016 bei uns im Viertel jede Woche im Winter Einbrüche. Die Täter entscheiden in der Regel spontan welches Haus Sie nehmen. Die beobachten nicht tagelang und gehen geplant den Hund vergiften um in ein Haus zu kommen. Die Täter die so agieren sind schwerst kriminelle die dann auch vermuten oder Hinweise haben, dass da viel zu holen ist. In dem besagten Winter wollten die auch bei uns einbrechen. Samson entspannte, ich gab Kind eine Flasche und saß in der Küche. Wohnzimmer war einsehbar und keine Bewegung erkennbar, da wir gerade eine neue Hecke gepflanzt haben und die noch klein war. Plötzlich ist Samson los geschossen und hat gebellt und geknurrt so hatte ich ihn noch nie erlebt.

Später bemerkten wir, dass die Hecke niedergetreten wurde. Also war jemand in den Garten eingestiegen. Fazit: Samson ist eine super Alarmanlage.

VG

Lutz mit Samson

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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von Lena » Fr 31. Jan 2020, 19:52

Asco hat geschrieben:
Fr 31. Jan 2020, 17:47
wenn Asco bellen und ich verdächtige Geräusche hören würde, ginge ich da nicht raus im Dunkeln
Nee, das würd ich auch nicht machen. Man weiß nie, was einen da draußen erwartet.
Ich hatte hier ja auch schonmal nachts wen auf dem Grundstück. Käthe war damals erst kurze Zeit bei uns. Sie hat geknurrt und gegrollt und wollte unbedingt raus. Hab ich natürlich nicht zugelassen. Ich hab dann rund ums und im Haus die Beleuchtung angemacht. Am nächsten Morgen hab ich dann gesehen, daß hundertrprozentig jemand auf dem Grundstück war. Aber die wollten nur draußen was klauen und nicht einbrechen.

Ich lese immer den Polizeibericht unserer Stadt. So wie ich es sehe, kommen die Einbrecher hauptsächlich tagsüber, wahrscheinlich wenn die Leute arbeiten sind.

LG Lena

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Re: Hund als Einbruchsschutz

Beitrag von lutz » Sa 1. Feb 2020, 07:50

Hallo Christa und AT-Freunde,

Ich hätte da keine Bedenken Greta in den Garten zu lassen wenn sich da ungebetene Besucher herumtreiben. Zum einen ist es unter Einbrechern nicht üblich mit einem Baseballschläger oder Pfefferspray auf Einbruchtour zu gehen weil diese Dinge als Waffe gelten und wenn der Dieb damit erwischt wird gibt es keine Bewährung selbst bei unserer müden Justiz mehr. Das wissen die Jungs sehr wohl und werden sicher nach Möglichkeit solchen Problemen wie einen anwesenden Wachhund aus dem Weg gehen der um eine ganze Ecke schneller und reaktionsfähiger ist als sie. Das kann nämlich weh tun. Selbst bei unserer ausgesprochen menschenfreundlichen Greta ist ihr Garten ihr unverletzbares Heiligtum. Bei Joker wäre ich da schon im Interesse des Eindringlings vorsichtiger gewesen ihn auf diesen loszulassen um keinen Ärger mit den Behörden zu bekommen denn er war auch ohne eine (weichspülende) Schutzhundausbildung das was man als naturscharf bezeichnet. Ich habe wirklich noch nie einen Hund so wütend gesehen wie unseren Joker als uns eine etwas entfernter wohnende Nachbarin vom Garten aus durch die Terrassentür aufsuchen wollte. Ich konnte den Hund kaum halten so böse war er darüber. Auch beruhigendes Zureden von mir half nichts, die Frau musste den Vordereingang durch die Haustür nehmen dann wurde der Besuch akzeptiert.
Auf jeden Fall wirkt schon die offensichtliche Anwesenheit eines Hundes abschreckend auf Einbrecher das sagen auch erfahrene Polizisten. Schon eine kleine alarmschlagende Fußhupe geschweige denn das in tiefer Tonlage durchgeführte Bellen und Grollen eines größeren Hundes wirken absolut abschreckend auf potentielle Einbrecher davon bin nicht nur ich überzeugt und halte sie für einen hervorragenden Einbruchsschutz obwohl ich nicht deswegen einen Airedale halte sondern weil das ein prima Kumpel ist mit dem man durch dick und dünn gehen kann.
Das hält mich aber nicht davon ab ihm die Sachen zu überlassen die er besser kann als ich.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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