Hunde aus dem Tierschutz

Anekdoten und sonstige Erlebnisse mit unseren Lakritznasen
Benutzeravatar
Lena
Benutzer
Beiträge: 1398
Registriert: Sa 16. Apr 2011, 13:43
Wohnort: NRW

Re: Hunde aus dem Tierschutz

Beitrag von Lena » Mo 9. Sep 2019, 12:10

Hallo zusammen,

ich muß grad diesen alten Thread nochmal rauskramen, aus aktuellem Anlass. Vielleicht hat jemand von euch gestern die Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" gesehen?
Da gings mal wieder darum, daß eigentlich die Rassehundezucht abgeschafft gehört, weil es genug Hunde gäbe. Solche dämlichen Aussagen regen mich ja immer maßlos auf! :dog_mad
Wenn ich mir anschaue, was hier im Umkreis in den Tierheimen sitzt, dann sind das garantiert nicht Rassehunde, sondern hauptsächlich Hunde aus dem Auslandstierschutz.

Und nein, ich bin nicht der Gutmensch und hab auch keine soziale Ader und mir geht auch nicht das Herz auf, bei dem Anblick von Hunden in Tötungsstationen. Mir tun diese Hunde leid, mehr aber auch nicht, haben möchte ich keinen einzigen von dort. Wenn ich in anderen Foren lese, welche Probleme diese Hunde haben; seit drei Jahren schon bei neuen Besitzern, aber immer noch Angst vor dem Spazierengehen; oder draussen alles schreddern wollen, was vorbeiläuft, egal ob Mensch oder Hund usw. und so fort.

Ich möchte so einen Hund nicht haben! Der Hund, der mit mir zusammenlebt, soll gut geprägt und ordentlich aufgezogen sein. Ich brauche kein seelisches oder körperliches Wrack, ich möchte Spaß mit und an meinem Hund haben. Ich erlaube es mir, so egoistisch zu denken, weil, ich bin nicht Schuld an dem sinnlosen vermehren von Hunden im Ausland.

Und sollte es irgendwann so weit kommen, daß einem vorgeschrieben würde, wo man sich den Hund zu holen hat, wäre das für mich das Ende meiner Hundehaltung.

LG Lena

Asco
Benutzer
Beiträge: 162
Registriert: Mo 25. Feb 2019, 19:14
Wohnort: Roth Mfr

Re: Hunde aus dem Tierschutz

Beitrag von Asco » Mo 9. Sep 2019, 13:02

Hallo Lena,
ich hab die Sendung gestern auch gesehen und nur den Kopf geschüttelt. Immer reiten sie bei den Rassehundezüchter auf den schwarzen Schafen herum. Sicher gibt es die und wenn dann solche Hunde im Tierheim landen heißt es „ es gibt auch Rassehunde im Tierheim“.
Auch ich möchte keinen Hund aus dem Süden, da ich die Geduld für so einen Hund nicht hätte, außerdem die sogenannten Auslandshunde die ich kenne bzw. bisher kennengelernt habe waren entweder überängstlich oder sehr aggressiv gegen Artgenossen oder Menschen und Kindern. Da frag ich mich wo diese Hunde herkommen da die Hunde in der Sendung alle „sooo lieb“ sind.
LG Sonja

Benutzeravatar
lutz
Benutzer
Beiträge: 2023
Registriert: Mo 25. Jan 2010, 20:14
Wohnort: Bremen

Re: Hunde aus dem Tierschutz

Beitrag von lutz » Di 10. Sep 2019, 08:34

Hallo Lena und AT-Freunde,

ich sehe mir diese Sendungen die Mitleid erregen sollen und auf die Tränendrüsen drücken, im Gegensatz zu früher, schon lange nicht mehr an.
Wenn man sich mal etwas mehr dahinter klemmt um auch die Geschäftemacherei mit diesem von den Menschen bewusst produzierten Hundeelend zu betrachten hat man nämlich auch schnell die Nase voll davon.
Es werden in den Ostblockländern sogar bewusst Hunde am laufenden Band produziert und mit allen dort vorhandenen Krankheiten zu uns exportiert weil sich damit gut Geld machen lässt und zum anderen werden die dort in Rudeln in der Landschaft oder Dörfern und Städten lebenden Hunde ihrer Freiheit beraubt mit der sie ansonsten nämlich sehr gut zurecht kommen würden wenn man sie in Ruhe ließe. Immerhin leben rund 85 Prozent der Welthundepopulation nicht in einem Haushalt oder Gehöft sondern sind wenn überhaupt dem Menschen nur locker verbunden. die verbringen den größten Teil des Tages damit ohne jeglichen Stress in der Sonne vor sich hindösend. Massiver Stress kommt erst auf sie zu wenn der Mensch meint sich um diese Tiere "kümmern" zu müssen. Aus diese Rudeln werden natürlich auch nur die jüngsten und vom Aussehen her noch attraktivsten Hunde herausgefangen und die denn natürlich grundsätzlich und selbstverständlich alle aus "Tötungsstationen" herausgerettet werden müssen.
Wenn so ein Hund nämlich erst einmal ein gewisses Alter erreicht hat lässt er sich nämlich nicht mehr bei uns Menschen integrieren. Das funktioniert tatsächlich nur noch in den wirklich seltensten Fällen das konnte ich hier zigfach bei uns beobachten. Wenn es nur ein harmloser Fall ist erschreckt er schon bei jedem ihm unbekannten Geräusch und nässt ein oder lässt den Kot unter sich, andererseits flippen diese Hunde draußen auch häufig einfach aus und stürzen sich auf alle fremden Hunde die sie ja aus ihrem bisherigen sozialem Umfeld nie kennen gelernt haben und alles andere was da kreucht und fleucht, oder beißen sogar die eigenen Besitzer.

Ich kenne hier in der weiteren Nachbarschaft einen Fall wo sich die Besitzer einem kleineren Hundepaar auch aus dem WDR-Programm "Tiere suchen ein Zuhause" angenommen haben und ich sogar selbst beobachtet habe wie sich damals Aline Gundelach, die Moderatorin dieser Sendung, das neue Zuhause dieser Hunde angesehen hat. Den Hunden ist wirklich alles geboten worden was so ein normales Hundeherz höher schlagen lassen würde. Ein großes Haus mit großem Grundstück, und trotzdem können die Besitzer nur frühmorgens gegen 6 Uhr mit den Hunden vor die Tür wobei jeder Teil des Ehepaares einen Hund an der Leine führt. Wenn die einen anderen Hund sehen drehen die durch.
Ein anderer Fall ist mir bekannt da haben die Halter dreimal einen Anlauf mit Tierschutzhunden genommen und zu guter letzt ist sogar die Ehe daran zerbrochen. Der Ehemann hat sogar dabei geweint als er mir die ganze Story erzählte was denen das für Nerven gekostet hat. Der erste Hund hat sich erschreckt und hat sich an der Leine vor ein Auto geworfen, der zweite Hund, ein kleines italienisches Windspiel, ist sogar über einen echt 2 Meter hohen Zaun gesprungen bevor ihn der Verkehr erwischt hat. Dann haben sie es mit einem Hundepaar versucht, wirklich hübsch anzusehen die beiden aber nur krank. Einer bekam massive epileptische Anfälle die nicht in den Griff zu bekommen waren und die Frau einen Verkehrsunfall mit ihren Auto verursachte als sie mit dem krampfenden Hund auf den Weg in die Klinik war. Letztendlich mussten dann beide Hunde eingeschläfert werden und die Ehe war auch zu Ende.
Was ich bei diesen ganzen Hundeimporten tatsächlich erschreckend finde ist dass sich tatsächlich diese ganzen hier bisher unbekannten "Mittelmeerkrankheiten" ausbreiten wie ich von mehreren Tierärzten hörte und ich hier einige Fälle tatsächlich persönlich bei anderen Hunden kennen gelernt habe. Das ist eine echte Sauerei was hier an unerkannten Krankheiten eingeschleppt wird und gerade auch durch solche Sendungen im TV dem Vorschub geleistet wird denn so einige Krankheiten treten erst im späteren Leben dieser Straßenhunde auf sind aber schon vorher hoch ansteckend für unsere Hunde.

Ich plädiere dafür dass hier der Gesetzgeber einschreiten müsste und ganz einfach solche Importe verbietet oder eine halbjährliche Quarantäne angeordnet wird dann wird nämlich auch schnell Schluss mit diesen "Tötungsstationen" sein aus dem die Hunde "gerettet" werden müssen und der bewussten "Neuproduktion" in den Ostblockländern wenn kein Geld damit mehr zu verdienen ist.

Zum Schluss noch etwas zu den Rassehunden. Diese hat es schon seit Urzeiten gegeben und schon vor vielen tausend Jahren hat sich der Mensch seine speziellen Rassen für den jeweiligen Verwendungszweck gezüchtet das ging von Schlittenhunden bis zu den verschiedenen Jagdhunden wie man aus Skelettfunden aus prähistorischer Zeit ermittelt hat. Wer was anderes behauptet spinnt. das es hier Modeerscheinungen von Qualzüchtungen in der Neuzeit gibt steht allerdings auf einem anderen Blatt und sollte allmählich auch ausgemerzt sein.
Ich möchte meine Airedaleterrier jedenfalls weiter als Rassehunde erhalten wissen und mein Mitleid mit dem bewusst produziertem Hundeelend zum Geschäftemachen aus den bewußten Ländern spare ich mir für andere Fälle auf.
Wenn alle Menschen so reagieren würden wäre das Thema nämlich schnell erledigt.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.

Asco
Benutzer
Beiträge: 162
Registriert: Mo 25. Feb 2019, 19:14
Wohnort: Roth Mfr

Re: Hunde aus dem Tierschutz

Beitrag von Asco » Di 10. Sep 2019, 13:13

Hallo Lutz,
der Ausspruch eines Tierheimleiters in dieser Sendung man bräuchte keine Züchter von Rassehunden mehr, na klar das übernehmen die osteuropäischen - und südlichen Länder. Meiner Meinung nach brauchen unsere Tierheime diese Hunde sonst wären sie praktisch fast leer. Auch fällt mir auf das in dieser Sendung nur „deutsche Katzen“ vorgestellt werden, es gibt aber im Ausland auch Katzenwelpen die gefunden und aufgepäppelt werden und diese könnten nach allen Impfungen doch auch nach Deutschland kommen. Aber die brauchen wir nicht weil es bei uns noch genug Katzen gibt und da hab ich noch nie den Ausspruch gehört man bräuchte die Rassekatzenzüchter nicht.
Zum Glück sind unsere Airedales keine Modehunde und es gibt sehr, sehr selten mal einen im Tierheim, der Dank der AT-HP schnellstens vermittelt wird wie auch die sogenannten Notfälle.
LG Sonja

Antworten

Zurück zu „Plauderecke“