Das erste Mal am Rad

Dogdance, Flyball, Frisbee, Longieren, Zughundearbeit und andere Beschäftigungen mit dem Airedale
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Empisandrea
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Das erste Mal am Rad

Beitrag von Empisandrea » Fr 29. Mai 2015, 15:35

Heute bin ich zum ersten Mal mit Benton am Fahrrad unterwegs gewesen und es ging erstaunlich gut.
Die letzten Wochen habe ich verstärkt an unserer Dauerbaustelle "Leinenführigkeit" gearbeitet. Ich hatte Angst, dass er mich mit seinem Gezerre vom Rad holt. Von meiner Mutter habe ich ein Seniorenrad mit tiefem Einstieg geerbt und damit sind wir, zuerst geschoben, losgezogen. Da er sich durch das Fahrrad überhaupt nicht stören ließ, habe ich mich, nachdem er all seine Geschäfte erledigt hatte, daraufgesetzt und bin losgeradelt. Benton ist anstandslos nebenher getrabt. Ach im Freilauf blieb er an meiner Seite und hat alle Komandos artig befolgt. Ich bin total begeistert. Wenn er eine gute Routine entwickelt hat, werden wir unsere erste längere Tour starten.

LG Andrea und Benton
Freundschaft heißt, was Dich und mich in Freud und Leid verbindet,
und immer enger wird dies Band, je mehr die Zeit entschwindet.

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Lena
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von Lena » Fr 29. Mai 2015, 19:57

Toll Andrea, das hat Benton wirklich gut gemacht. Unsere Airedales sind eben Naturtalente. :dog_biggrin

Mein letzter Rüde mußte auch bei der damaligen Gassigeherin am Fahrrad laufen, er kannte das überhaupt nicht. Und hat es prima gemacht und das, obwohl die Frau noch drei andere Hunde mit dabei hatte. :dog_ohmy
Ich hab damals gedacht, die landet bestimmt in der Notaufnahme. :dog_laugh Aber ging alles gut, und meinem Hund hat es Spaß gemacht.

LG Lena

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Gerlinde & Gundi
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von Gerlinde & Gundi » Fr 5. Jun 2015, 15:58

na, das hört sich ja super an - viel Spaß beim weiteren üben. Das wird sicher noch ein toller Mitläufer .... und in diesem Sinne richtig positiv gesehen. :dog_biggrin

SiWolke
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von SiWolke » Fr 15. Nov 2019, 10:20

Hallo ihr Lieben, ich brauch mal Rat:

Perle läuft an meinem Scooter seitlich mit ohne Zug, in sanftem Trabtempo oder Hoppelgalopp, da sie ja noch nicht ganz ausgewachsen ist, sie ist jetzt 1.5 Jahre. Ich habe hier gelesen daß das Alter ausreicht, bin aber unsicher. Meine früheren Hunde waren alle mit 1 Jahr ausgewachsen.

Das Scootern mach ich selten, weil ich meist auf Asphalt unterwegs bin und das die Gelenke mehr belastet.
Ich mach es ab und zu, auch zum Krallen abwetzen.

Jetzt habe ich einen alten sehr leichten Cross-Scooter samt einem super passenden Zuggeschirr geliehen bekommen, der Scooter ist ein Dreirad und der Hund läuft vorne an einer Stange und Expander-Leine.Ich habs noch nicht ausprobiert.

Frage: Ist Perle alt genug oder soll ich noch bis zum Frühjahr warten?

Außerdem kaufe ich mir in Schweden ein E-Lastenrad und werde Perle immer mitnehmen. Sie kann übergangsweise im Rad mitfahren. Frage dazu:

Das E-Bike ist recht schnell und ihre Lieblingsgangart ist Galopp. Ist das zuviel? Soll ich sie am Galopp hindern und nur sanften Trab machen? Manchmal habe ich das Gefühl, sie ist entspannter im lockeren Galopp als im schnellen Trab.
Quira, Torri, Mickey, Sam R.I.P. aktuell: Perle

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lutz
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von lutz » Fr 15. Nov 2019, 12:49

Hallo Sybille,

die zuträglichste und gleichzeitig effektiveste Gangart für einen Airedale ist der flotte Trab. Damit kann ein AT im Gegensatz zum Galopp jede Menge Kilometer herunterreißen. Bei Joker habe ich das mehrere Male ausgemessen, ab 16 km/h fiel er vom Trab in den Galopp.
Bei der Ausdauerprüfung laufen die Hunde da 25km am Rad mit einer Pause dazwischen. Man sollte den Hund natürlich langsam an immer längere Strecken gewöhnen und ihn auf keinen Fall überbeanspruchen was gerade bei noch jüngeren AT zu berücksichtigen ist da auch die Gelenke mit einem guten Jahr noch kräftiger werden.
Ausgewachsen ist ein Airedale mit einem Jahr wohl noch nicht obwohl er sicher schon seine Maximalhöhe erreicht hat wird er noch etwas in die Breite gehen und kräftiger werden. Mit dem Scootern kenne ich mich nicht aus halte den Airedale aber nicht gerade für den idealen Zughund wie z.B. den Malamute „die Lokomotive des Nordens“ der im Gegensatz zu den schnellen Huskys als Schlittenhunde auch seit Jahrhunderten dafür gezüchtet wurde auch schwere Lasten bei den Inuit (Eskimos) zu ziehen.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.

SiWolke
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von SiWolke » Fr 15. Nov 2019, 16:45

Danke, Lutz, das hilft mir sehr.

Das werde ich beim Lastenrad beachten.

Am Scooter werde ich es mal testen. Ich hab ein Zuggeschirr, das die Kräfte auf den ganzen Körper überträgt. Aber ich werde sie nicht bergauf ziehen lassen, vor allem nicht mit mir drauf, und es auch sehr langsam aufbauen.

Gegenüber anderen Hunden ist mir aufgefallen, daß Perle einen kürzeren Körper hat als AT. Z.B. als ein Husky. Wie sich das auswirkt, keine Ahnung. Sie hat einen geschmeidigen Gang, eher wie eine Katze, setzt alle Muskeln ein.

Wenn sie mal in die Leine geht, hat sie eine enorme Kraft. Sie stellt sich zum Beobachten auch längere Zeit auf die Hinterbeine wie ein Erdmännchen, ohne in der Leine zu hängen, das haben meine früheren Hunde nie getan.
Quira, Torri, Mickey, Sam R.I.P. aktuell: Perle

Benno
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von Benno » Fr 15. Nov 2019, 16:46

Hallo Sybille und Lutz,

meine Jutta ist jetzt 14 Monate alt. Vor ungefähr einem Monat habe ich mit der Gewöhnung ans Fahrrad angefangen.
Es ging dabei nicht um das Herunterspulen langer Strecken, sondern um die Gewöhnung an das neue Gefährt, das vernünftige Laufen neben Jaron ohne ihn in die Füße oder ins Halsband zu beißen, das Anhalten, mich in Ruhe auf- und absteigen lassen, das Geschirr aus- und anziehen, Kommandos wie rechts, links, stop, go einüben usw.
Fixiert am Rad läuft Jutta aktuell ca. 500-800 m. Danach läuft sie dann noch ca. 1,5 km ohne Leine neben dem Rad, so dass sie selbst das Tempo bestimmen kann und ich mich nach ihr richte.
Sie rennt aber mit dermaßen viel Freude und schnell mit Jaron frei vor dem Rad her, dass ich froh bin, mit dem E-Bike nicht den Anschluss an meine beiden Rennsemmeln zu verlieren. :dogs_run

Am Dogscooter habe ich Jutta vorgestern das erste Mal mit Jaron eine kurze Strecke ziehen lassen.
Beide Hunde hatten viel Spaß dabei und die Geschwindigkeit die sie leicht abwärts mit dem Scooter erreichten war enorm - ich denke das waren durchaus kurzzeitig schon rund 25 km/h.
Auf jeden Fall war es so schnell, dass ich sie schon beim ersten Mal oft gegen die Bremse laufen lassen habe - ich wollte einfach nicht gleich zuviel Speed erlauben.

Nach entsprechend sorgfältigem Aufbau im Training ist es für 2 Airedales gar kein Problem einen Scooter in flottem Trab oder im Galopp über ca. 10 km zu ziehen und es macht den Hunden auch viel Spaß.
Längere Strecken habe ich noch nicht ausprobiert und hab das auch perspektivisch nicht vor.
Es soll für meine Hunde ein Spaß bleiben, die Fitness und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Hunde steigern und eine Abwechselung zu den täglichen Spaziergängen sein.
Die Hunde bestimmen dabei immer selbst ihre Geschwindigkeit und entscheiden, wann sie traben und wann sie lieber galoppieren.
Es gibt auch Hunde, die kaum galoppieren und lieber die ganze Zeit einen gemächlichen Trab vor dem Scooter bevorzugen. Mein Benno war so - und das war auch ok.
Das Tempo bestimmt immer der langsamere Hund.
Am Roller lasse ich meine Hunde nur bei Temperaturen unter 15 Grad laufen. Sonst ist es zu warm.
Wir scootern höchstens 2x pro Woche und auch nur, wenn das Wetter passt.

Bei nur einem Airedale als Zughund kommt es auf die Größe und Bemuskelung des Hundes, das Gewicht des Scooters (ideal < 15 kg), das Gewicht des "Mushers", die Größe der Scooter-Räder (je größer, desto leichter für den Hund) und die Beschaffenheit des Geländes an (bergauf oder bergab/ hügelig, Scooter sinkt ein oder nicht usw.) an, wie lange der Hund ohne Unterstützung ziehen kann.
In schwierigem Gelände kann und muss der Hundeführer seinen Hund immer aktiv durch Pedalen unterstützen.

Als Faustregel kann man sagen, dass der Hund auf gerader Strecke ohne großen Rollwiderstand für den Scooter ungefähr das 4-fache seines eigenen Körpergewichts ziehen kann.
Wichtig ist auf jeden Fall, von Beginn an ein exakt für den Hund passendes Zuggeschirr beim Scootern zu nutzen.
Es darf nichts scheuern oder reiben und auch die Atmung darf auf keinen Fall behindert werden.

Zwei gute Bücher zum Thema kann ich auch noch emfehlen:

Zughundesport: Canicross, Bikejöring, Dogscooter von Uwe Radant und
Die Zughunde-Schule: Tipps und Tricks für den Zughundesport von Gabi Dietze

Viele Grüße von Anke mit Jaron, Jutta und Katze Blue
The next time you think you're perfect, try walking on water.

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lutz
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Re: Das erste Mal am Rad

Beitrag von lutz » Fr 15. Nov 2019, 17:31

Hallo Anke, Sybille und AT-Freunde,

ein Airedale hat gegenüber anderen Laufhunden einen kompakteren und kürzeren Körperbau. Er ist damit der SUV unter den Hunden mit seinem quadratischem Körperbau im Verhältnis Schulterhöhe zu Körperlänge von 10 zu 10, während andere Hunde üblicherweise im Verhältnis 9 für Höhe x 10 für Länge gebaut sind das eine bessere Eignung für den Langstreckenlauf ergibt wie z. B. auch der Wolf der locker jeden Tag bis 70km zurücklegt,während der Airedale besser mit kurzen, schnellen Drehungen und Wendungen auf kurzer Distanz zurecht kommt und was auch ein eigenes typisches Laufbild ergibt. Ein AT kann dabei „Trakehnern“ wie ein Dressurpferd. Dabei kommt die Kraft des Airedales aus der Hinterhand wie es schon in der Rassebeschreibung heißt ( er hat also einen „Heckmotor“).
Das heißt aber auch der AT ist nicht so gut für längere Strecken gebaut wie die in der Körperlänge eher gestreckteren Hundetypen weil er speziell für die Otternjagd und killen von Raubzeug gezüchtet worden ist wobei es auf Beweglichkeit und schnelles Drehen auf der Stelle ankommt. Das Gangwerk des Airedales ist schon besonders und ich kann immer schon von weitem erkennen dass da ein Airedale läuft, unverwechselbar.
Aber als „Jack of all trades, Master of None“ kommt er als Allroundhund natürlich mit so ziemlich allen Verwendungszwecken zurecht auch wenn er nicht in jeder Sparte gerade Bestnoten erreicht.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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