Arthrose mit 4 Jahren

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lutz
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Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von lutz » Fr 11. Jan 2019, 12:34

Hallo AT-Freunde,

Gretas Nachfolgerin bei ihren Vorbesitzern, die Jette, ist jetzt 5 Jahre und hat schon seit 1 Jahr Arthrose in mehreren Gelenken. Ich habe sie heute nach einem längeren Zeitraum das erste Mal wieder gesehen.
Theoretisch soll sie jetzt immer an der Leine geführt werden und das bei einem vor Temperament nur so überschäumendem Hund.
Ich habe ja in meinem Leben schon so einige Airedales gesehen aber in den vorhergehenden Jahren noch nie so eine schnelle, große, hochbeinige und schlanke Airedalehündin wie Jette.
Wie ich die immer bewundert habe wenn ich sie in den Jahren davor in Windhundqualität durch die Gegend habe fegen sehen. Greta ist mir da denn immer wie eine Schnecke vorgekommen.
Neben Schmerzmitteln die Jette täglich verabreicht werden bekommt sie auch die bekannten Hausmittel wie Grünlippmuschelpulver und Teufelskralle.
Natürlich kann die Besitzerin so einen relativ jungen und temperamentvollen Airedale nicht immer an der Leine halten und wir wissen ja wie Airedales sind wenn sie etwas Interessantes sehen weil der Jagdtrieb durchkommt startet Jette durch und liegt dafür dann abends platt in ihrem Bett. Solange wie es geht soll sie natürlich von bereits angedachten Operationen verschont bleiben und es wird schon alles für jette getan um ihr das Leben noch lebenswert macht.
Unabhängig davon dass ich noch nie von so einem jungen Airedale mit Arthrose gehört habe frage ich mich hier schon ob da nicht eine genetische Veranlagung hinter stecken kann.
Auf jeden Fall ist Jette nicht durch zu früh betriebenen Hundesport geschädigt worden sondern hat nur immer mit anderen Hunden herumgetobt, allerdings so wie sie das gemacht hatte hatte ich immer das Gefühl sie hätte Raketenantrieb im Hintern. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass sich ein AT von alleine so überbeansprucht dass er davon bleibende Schäden wie ein Hochleistungssportler behält.

Meine Frage jetzt: Ich habe vor ca. einem Jahr von einem Schmerzmittel, gerade auch gegen solche Arthrosebeschwerden, gehört dass der Hund nicht täglich einnehmen muss sondern nur alle 4 Wochen. Kennt das jemand?
(Ich kenne da nur Rymadil damals von Jokers Sprunggelenkbruch her, und das mußte er täglich nehmen).

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Larimar
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von Larimar » Fr 11. Jan 2019, 15:00

Hallo Lutz,
das ist ein interessantes Thema. Besonders für mich, da mein Anton auch Arthrose hatte. Er war auch so eine Rakete wie Jette, konnte aus dem Stand in schneller Abfolge
1m hoch hüpfen.. Das tat er immer, wenn er sich freute oder auf sein Fressen wartete. Auch er war sehr schnell und Paul hatte keine Chance ihn einzuholen. Anton war sein
ganzes 10,5 jähriges Leben keinen Tag krank, hatte aber öfter Schmerzen wenn er mal wieder "übertrieben" hatte. Er bekam "Metacam" als Schmerzmittel.
Nun habe ich durch den Schäferhundverein, in dem ich seit 2 Monaten mit Laris trainiere, von einer Physiotherapeutin (Tierärztin, die sich auf den Bewegungsaparat spezialisiert hat)
erfahren und wäre sehr gerne mit Anton zu ihr gefahren. Aber leider ist es nun zu spät.
Ich schicke dir den Link zu ihrer Praxis. Natürlich ist Bremen zu weit entfernt, aber vielleicht kann sie dir einen Kollegen in Jettes Nähe empfehlen?

http://www.chiropraktik-fuer-tiere.de

Gute Besserung für Jette und liebe Grüße von Marion mit Laris :brav

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lutz
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von lutz » Fr 11. Jan 2019, 15:11

Hallo Marion,

schönen dank für Deine schnelle Hilfe und den Link.
Mir geht es im Prinzip darum den täglichen Schmerzmittelkonsum längerfristig so zu strecken das die Einnahmeabstände vergrößert werden können.
Da hatte ich mal etwas gehört dass es da etwas Neueres gibt was man nur alle 4 Wochen nehmen muss.

Viele Grüße von lutz Mit Greta
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von Lena » Sa 12. Jan 2019, 15:07

Hallo Lutz,
von so einem Schmerzmittel, daß nur alle 4 Wochen gegeben werden muß, habe ich noch nie gehört.
Kann es nicht sein, daß damit eine Cortisontherapie gemeint ist? Das müßte dann nämlich alle 4 Wochen gespritzt werden.
Arthrose entsteht ja eigentlich nach Verletzungen. Also müßte die Hündin streng genommen, schon zahlreiche Verletzungen an den Gelenken gehabt haben.
Das ein Hund bei Arthrose vollkommen ruhig gehalten werden muß ist mir auch neu. Normalerweise soll bewegt werden bei Arthrose.
Ich würde die Hündin nochmal in einer orthopädischen Tierklinik vorstellen und durchchecken lassen.

LG Lena

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sabem
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von sabem » Sa 12. Jan 2019, 17:28

Lena hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 15:07
von so einem Schmerzmittel, daß nur alle 4 Wochen gegeben werden muß, habe ich noch nie gehört.
Doch, gibt es, Trocoxil Kautabletten. Werden als Anfangsdosis alle 14 Tage und dann alle 4 Wochen gegeben.
Arthrose entsteht nicht nur nach Verletzungen, bei Hunden auch manchmal durch zu frühe Be- und Überlastung, durch die die Gelenkknorpel ganz früh angegriffen werden können. Und wenn Lutz schreibt, dass die Hündin immer schon sehr sportlich und schnell war, war sie das vielleicht schon sehr früh und zu viel, im Welpenalter...
Sabine mit Emma *3.2.2012
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von lutz » Sa 12. Jan 2019, 18:35

Hallo Sabine und Lena,

Ja das Medikament Trocoxil müßte es sein von dem ich schon gehört habe. Danke Sabine.
Wusste ich doch dass das Forum für solche Fragen immer noch gut ist.

Die Jette ist schon tierärztlich in den besten Händen, hat aber niemals Hundesport betrieben noch ist sie von den Besitzern anderweitig überfordert worden.
Der Tierarzt hat ihr bescheinigt dass sie Verschleißerscheinungen hat wie es bei Menschen in so jungen Jahren nur bei Hochleistungssportlern auftritt.
Ich habe die Jette ja schon kennen gelernt wie sie erst mehrere Monate alt war und kann nur bestätigen dass sie von Anfang an einen unheimlichen Zahn drauf gehabt hat und alle anderen Hunde beim Toben hinter sich gelassen hat, hoch gesprungen ist und sich dann noch in der Luft gedreht hat.
Es scheint tatsächlich so zu sein das Jette sich eigenständig zu früh bei einer, wie ich vermute genetischen Schwäche, überfordert hat. Es sind mehrere Gelenke betroffen wobei besonders ein Sprunggelenk schon ziemlich kaputt ist und ein Zeh eventuell doch amputiert werden soll. Ich konnte es mir bisher jedenfalls nicht vorstellen dass ein Welpe sich selbst so überfordert dass das diese Folgeschäden ergibt.
Jette gibt immer noch tüchtig Gas wenn sie spielen oder jagen gehen will und ansehen kann ich ihr das nicht wenn sie unter Schmerzmitteln steht so dass man das kaum glauben kann dass sie dann abends alle viere von sich streckt wen sie jetzt in Aktion getreten ist.
Ich werde dass mit dem Trocoxil weiter geben, meiner Ansicht nach schont dass denn doch den Organismus und Verdauungstrakt besser als eine tägliche Einnahme.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von Empisandrea » Sa 12. Jan 2019, 23:10

Hallo Lutz,
Bei Arthrose kann ich aus eigener Erfahrung nur zu Blutegeln raten. Bevor ich einen noch jungen Hund mit Medis vollpumpe, würde ich erstmal mit dem Mittel ohne, bzw. minimalen Nebenwirkungen arbeiten.
LG Andrea
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von Bettina » So 13. Jan 2019, 10:29

Hallo Lutz,

muß mich jetzt doch auch noch einmischen: ich meine mich zu erinnern, daß diese "einmalige" Gabe aber auch negative Begleiterscheinungen haben kann: man kann das Medikament nicht schnell absetzen und kann deshalb im Fall von anderen Erkrankungen nicht schnell genug handeln, um andere geben zu können.
Bitte nochmal danach googlen, ich habe da eine Aussage unserer TÄ noch im Kopf (als Conrad Schmerztabletten benötigte). Aber bitte.....ich kann mich auch falsch erinnern.

Ich hab aber noch eine Frage: Du schreibst
lutz hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 12:34
Gretas Nachfolgerin bei ihren Vorbesitzern,
verstehe ich das jetzt richtig, daß Jette nach Greta zu den Leuten gekommen ist? Warum haben sie dann Greta abgegeben?

Liebe Grüße
Bettina
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von lutz » So 13. Jan 2019, 12:04

Hallo Bettina,

Ich werde das mit dem Medikament so weiter geben obwohl Jette offensichtlich bis auf die Arthrose gesund ist.

Es verhält sich so dass Greta von ihren Haltern als Ersatz für eine junge Airedalehündin angeschafft wurde, die bei den Vorbesitzern noch mit dem Verband von einer Kastration, aus ihrem Auto gesprungen ist, zur Staße lief und dort vo einem anderen Fahrzeug überfahren wurde.
Dann hatten die Vorbesitzer wohl ziemlich plötzlich auf Fuerteventura eine Wohnung geerbt in die man aber keine Hunde mitnehmen konnte. Daraufhin wollte der pensionierte Orthopäde dort wohl langfristig hinziehen um im warmen Klima die Arthrose seiner neuen Frau auszuheilen.
Greta die ja erst gut 20 Wochen alt war, war nun nach 8 Wochen bei dem Ehepaar bei diesem Plan im Wege. Der Frau ist es ersichtlich schwerer gefallen Greta abzugeben als ihrem Mann.
Ich habe Greta am gleichen Tag auf der Vermittlungsseite von Airedale-KfT gefunden und abgeholt als Joker eingeschläfert werden musste. Der Züchter sollte Greta wenigstens nicht zurückhaben, warum auch immer wurde mir nicht ganz klar.
Greta war anfangs ziemlich durch den Wind da in ihrer vormaligen Familie kurzzeitig zwei Todesfälle zu beklagen waren und sie wohl schon als Welpe immer hin und her gefahren wurde. So richtig begeistert vom Autofahren ist sie selbst heute noch nicht.

Jetzt kurz und gut der Frau hat es auf der Insel gar nicht gefallen und das Ehepaar kam zurück in unsere Stadt. Ein Jahr später traf ich die Frau vor unserem Haus weil sie gerne wissen wollte wie es Greta wohl bei uns ging. Natürlich ging es Greta gut bei uns.
Also haben die Leute sich Jette angeschafft die aus dem gleichen Zwinger stammte wie die Hündin die überfahren wurde.
Inzwischen hat sich das Ehepaar aber wieder getrennt und die Jette lebt jetzt bei der Frau und ihrem neuen Lebenspartner. Manchmal treffe ich Jette mit einem von beiden am See.

Dieser ganze Zirkus ist Greta bei uns aber erspart geblieben und ich denke das ich die mir noch verbleibende Lebenszeit noch mit meiner Frau aushalten kann und sich deswegen auch Greta nicht mehr umorientieren muss. Immerhin haben wir ja schon 40 Jahre geschafft.

Ich hoffe Dich jetzt ausführlich über Gretas Lebenslauf und mit Auschnitten auch von Jettes versorgt zu haben.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Zuletzt geändert von lutz am So 13. Jan 2019, 12:40, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Arthrose mit 4 Jahren

Beitrag von sabem » So 13. Jan 2019, 12:36

Hallo Lutz,
das ist ja eine spannende und zum Teil auch traurige Geschichte, die aber Greta und Euch nur Glück gebracht hat!
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