Kastration???

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ChristaS
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Kastration???

Beitrag von ChristaS » Di 11. Dez 2018, 12:15

Hallo,

ja, gerade von mir, bekennender Nicht-Kastriererin, ein neuer Thread zu diesem Thema.

Der Hintergrund: Laima musste ja wegen eine geschlossenen Pyometra mit 6,5 Jahren in einer Notoperation kastriert werden. Das war schlimm!
Nun war Holly dran. Mit etwas über 6 Jahren hatte sie eine halb-offene Pyometra, über ein Liter Eiter in der Gebärmutter, und musste auch ganz schnell kastriert werden. Zum Glück haben wir jetzt alles hinter uns und gut überstanden. Aber bei beiden Hündinnen war es grenzwertig, sie sind dem Tod "noch mal von der Schippe gesprungen". Ich habe die Bilder der Gebärmütter gesehen. Jeweils einen Tag später wäre es zu spät gewesen! Sie wurden im letzten Moment operiert.

Jetzt überlege ich mir ernsthaft: Soll ich Scarlett (jetzt 7,5 Monate) nach der 2. Läufigkeit kastrieren lassen? Ich weiß nicht, ob "ich" noch ein drittes Mal solch ein Glück habe... Und wäre es nicht sinnvoller einen absolut gesunden Hund in die OP zu schicken, als einen, der schon auf dem letzten Zahnrad läuft?

Am Verhalten von Laima hat sich nichts verändert, lediglich ihr Fell ist weicher und die Decke etwas grauer geworden. Auch an Hollys Verhalten wird sich wohl nichts ändern, über das Fell kann ich natürlich nach knapp zwei Wochen noch nichts sagen.

Ich weiß, die meisten von euch werden mir von einer Kastration abraten, aber versetzt euch mal in meine Lage.
Ach ja, Laima und Holly sind in keiner Weise miteinander verwandt, hier liegt also nichts Richtung Vererbung vor. Scarlett ist sowohl mit Laima als auch mit Holly ganz weit entfernt verwandt.

Ich bin gespannt auf eure Ratschläge.
Liebe Grüße,
Christa mit Laima, Holly und Scarlett
... mit Butzi und Olympia im Herzen.

Benno
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Re: Kastration???

Beitrag von Benno » Di 11. Dez 2018, 12:37

Hallo Christa,

ich bin eigentlich auch gegen Kastration.
Ich denke, dass die Natur schon alles genau richtig eingerichtet hat und dass wir sicherlich manche Zusammenhänge noch gar nicht kennen.

Dennoch : Wenn ich mich in Dich hineinversetze, würde ich Scarlett wohl kastrieren lassen, wenn ich an Deiner Stelle wäre.
Ich würde das Glück nicht nochmals herausfordern wollen, wenn ich Deine Erfahrungen mit Laima und Holly hätte machen müssen.

Wir hatten bisher erst einmal eine Hündin. Die haben wir mit 4 1/2 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen müssen.
Sie war dann ihr ganzes restliches langes Leben glücklich und beschwerdefrei und ist 17,5 Jahre alt geworden.
Weder im Charakter noch im Fell hat sie sich verändert.
Sie war allerdings kein AT sondern ein Rauhaardackel.

Alles Liebe und gute Besserung für Holly!

Viele Grüße von Anke mit Benno, Jaron und Katze Blue
The next time you think you're perfect, try walking on water.

Lena
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Re: Kastration???

Beitrag von Lena » Di 11. Dez 2018, 12:49

Hallo Christa,
eine schwierige Frage. Ich bin ja eigentlich ein absoluter Kastrationsgegner. Bei Käthe wurde mir die Entscheidung abgenommen, sie kam schon kastriert zu mir.
Ich kannte einige Hündinnen, die nach einer Gebärmutterentzündung verstorben sind, weil es zu spät entdeckt wurde.

Ich glaube, an deiner Stelle würde ich auch kastrieren lassen.

LG Lena

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Anja1402
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Re: Kastration???

Beitrag von Anja1402 » Di 11. Dez 2018, 13:46

Hallo Christa,

puuuh, da habt ihr ja ganz schön was durchgemacht :dog_ohmy ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich eigentlich auch eher gegen Kastration bin. Sicherlich hast du dich schon ausführlich informiert - wie oft kommen solche Gebärmuttervereiterungen insgesamt vor (also wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit), kann man das irgendwie verhindern/dem vorbeugen, welche Warnsignale sollte man beachten, um so etwas frühzeitig zu erkennen? tritt eine Pyometra gehäuft in/ab einem bestimmten Alter auf? bei deinen beiden Großen scheint ja der 6. Geburtstag der Startschuss gewesen zu sein. wenn eine Pyometra überwiegend erst in einem höheren Alter auftritt, wäre es für dich denkbar, Scarlett erst zB mit 5 Jahren kastrieren zu lassen?

wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich einen kompetenten Tierarzt - einen, dem es nicht ums schnelle Geld geht und der auch die Nachteile einer Kastration kennt - suchen und mich ausführlich beraten lassen, eventuell auch mehrere Meinungen einholen.

Gute Besserung für Holly!

Liebe Grüße
Anja
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
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sabem
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Re: Kastration???

Beitrag von sabem » Di 11. Dez 2018, 15:38

Hallo Christa,
Anja1402 hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 13:46
wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich einen kompetenten Tierarzt - einen, dem es nicht ums schnelle Geld geht und der auch die Nachteile einer Kastration kennt - suchen und mich ausführlich beraten lassen, eventuell auch mehrere Meinungen einholen
Das haben wir gemacht, als Emmas Scheinschwangerschaften immer schlimmer und schwerer behandelbar wurden; unser absolut nicht kastrationswütiger Tierarzt und eine Kollegin, die sich auf veterinärmedizinische Gynäkologie spezialisiert hat, rieten uns beide zur Kastration. Emma befand sich insgesamt fast 4 Monate im Jahr in hormonellen Ausnahmezuständen, fraß dann sehr schlecht, war melancholisch bis depressiv. Pulsatilla half irgendwann überhaupt nicht mehr, mit Chemie-Hämmern eingreifen wollten wir nicht, und mit fünf Jahren haben wir sie dann, wenn auch immer noch sehr widerstrebend, operieren lassen. Die Gebärmutter zeigte Veränderungen, die diese Hormontiefs wohl mit verursachten und nach Ansicht des Tierarztes mit ziemlicher Sicherheit in absehbarer Zeit Schlimmeres ausgelöst hätten.
Sie hat sich unglaublich schnell und gut von der OP erholt, das Fell ist unverändert schön in Farbe und Struktur, sie hat weder zugenommen noch ist sie ruhiger oder etwa unverträglich oder sonstwie wesensverändert, und sie ist endlich wieder durchgehend meine fröhliche gutgelaunte Emma.
Das Gefühl dabei, meinen „eigentlich gesunden“ Hund an einem Sommermorgen zu so einer Operation in die Praxis zu bringen, werde ich aber nie vergessen. Auch wenn die Entscheidung in diesem Fall eindeutig richtig war.
Ich glaube, wenn ich soviel mit meinen Hunden durchgemacht hätte wie Du mit Laima und Holly, würde ich Scarlett kastrieren lassen, wirklich aus der in Deinem Fall ja nicht gerade übertriebenen Sorge, dass auch sie so schwer krank werden könnte. Beraten lassen wirst Du Dich ja sicher sowieso.
Ich wünsche Dir eine in jedem Fall glückliche Entscheidung!
Sabine mit Emma *3.2.2012
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lutz
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Re: Kastration???

Beitrag von lutz » Di 11. Dez 2018, 19:40

Hallo Christa und AT-Freunde,

die Pyometra wird als wichtigste Hündinnenerkrankung bei den Geschlechtsorganen bezeichnet die im allgemeinen meist 4-6 Wochen nach der Hitze bei meist über 5jährigen Hündinnen auftritt aber auch schon nach der ersten Hitze auftreten kann.Die Krankheit gibt es mit und ohne Bakterienbefall und ist lebensbedrohlich, wobei es eine offene Pyometra mit rotbraunem Ausflug und eine geschlossene ohne Ausfluss gibt die aber noch akuter ist.Die Ursachen der Krankheit sind noch nicht völlig abgeklärt beruhen aber wahrscheinlich auf eine weitgehende Unausgewogenheit des Hormonspiegels verbunden mit der Empfindlichkeit des Uterus auf Progesteron. Auch ein unvernünftiger Einsatz von älterem Progesteron zur Kontrolle des Östrus steht hier in Verdacht.
Um die Krankheit zu vermeiden bietet sich eindeutig die Kastration an. Andererseits gibt es eine medikamentöse Kontrolle des Östrus mit modernen Progesteron die das Risiko vom Auftreten einer Pyometra sicher um das 10fache verkleinert (möglicherweise sogar hundertfach). Das wäre jetzt eine Alternative zur Kastration die sicher auch für einige Züchter interessant ist (obwohl es in anderer Fachliteratur umstritten ist und abgelehnt wird da das medizinische Wissen dafür noch nicht ausreichen würde).

Zur Vorbeugung von Brustkrebs bietet sich ebenfalls eine Kastration an. 75% aller Hündinnen entwickeln Tumore in der Milchleiste von denen 40% bösartig sein können.
Eine Frühkastration vor der ersten Läufigkeit reduziert das Risiko auf 1 zu 100, eine Kastration nach der ersten Läufigkeit auf 1 zu 10 und nach der zweiten bzw. dritten Läufigkeit auf 1 zu 4.
Soweit die Zahlen aus dem Buch "Die Hündin" von J.M. Evans und Kay White. Dazu muss ich sagen dass es auch davon abweichende Zahlen aus anderer Fachliteratur gibt die das Risiko von wirklich bösartigen Tumoren in der Brustleiste auf 25% der dort auftretenden Tumore benennt. (was aber rein rechnerisch dem oben genannten annähernd entspricht).

Als Anfänger in der Haltung von Hündinnen der vorher nur selbst immer umkastrierte Rüden hatte, war Kastration eingroßes Thema für mich und da es hier wie im allgemeinen unter Hundehaltern große Meinungsunterschiede darüber gibt, wo es auf der einen Seite Hundehalter gibt die sagen man macht sich strafbar weil der Gesetzgeber es verbietet einem Hund ohne medizinischen Grund Organe zu entnehmen, sagt die Gegenseite da dass sie ihrem Hund dadurch eventuell ja sogar das Leben rettet wenn sie durch eine Kastration das Risiko einer Gebärmuttervereiterung oder von Brustkrebs ausschließt, so habe ich mir erst einmal durch entsprechende Literatur aber auch aus der Erfahrung anderer Hundehalter eine eigene Meinung gebildet.

Da kannte ich eine leicht esoterisch angehauchte Nachbarin deren Foxterrierhündin übers Wochenende an einer Pyometra verstorben ist da eine Tierheilpraktikerin diese nicht erkannte und mit Globuli behandelt hatte. Dann kannte ich da Branca eine Airedalehündin die in einer Notoperation gerade noch gerettet werden konnte da sie zum Glück keine geschlossene sondern eine offene Pyometra hatte als von dem Halter der Ausfluss bemerkt wurde. Ja und dann gibt es da noch Lina auch eine Airdedalterrierhündin, Nachfolgerin einer absolut lebenslustigen AT-Hündin mit Stehohren, die schon mit 15 Monaten nach einer Kastration an einer Embolie den Sekundentod starb. Lina wurde also erst einmal nicht kastriert, dann aber mit gut 6 Jahren doch noch weil sie hier alles an anderen Hunden auseinandergenommen hat was sie bewältigen konnte und diese dabei zum Teil schwer verletzte. Eine sonst nicht kurativ tätige Tierärztin die sich auf das Training mit schwierigen Hunde spezialisiert hatte, bekam Lina auch nicht in den Griff und riet schließlich zur Kastration weil sie Linas Verhalten auf hormonelle Schwankungen zurückführte. Genützt hat es nichts. Inzwischen ist Lina 12einhalb und schon von alleine aus Altersgründen ruhiger geworden ihr wurde vor ca. einem Jahr ein größerer gutartiger Tumor aus der Brustleiste entfernt und dabei auch ein sehr kleiner in der Nähe entdeckt der bösartig war. Lina hat alles offensichtlich gut überstanden und ist gesund (aber gegenüber Greta sehr zurückhaltend denn die jüngere Greta ist da schon noch besser in Form als Lina).

Um mir darüber klar zu werden wie ich denn nun mit Greta umgehen soll habe ich mir heftig Gedanken gemacht und auch mit meiner Frau diskutiert. Zur Entscheidungsfindung und um mich nicht nur von meinen Gefühlen leiten zu lassen ob ich sie kastrieren lasse oder besser nicht, habe ich mir 3 Bücher über die Kastration von Hunden besorgt und mich eingelesen.
2 Bücher stehen den Kastrationen aus nichtmedizinischer Indikation sehr skeptisch bzw. ablehnend gegenüber. 1 Buch befürwortet die Kastration bei Hündinnen, lehnt sie aber bei Rüden ab.
Als Kastrationsablehnend möchte ich folgende Bücher bezeichnen:
"Kastration und Verhalten beim Hund" von Sophie Strodtbeck und Udo Gansloßer
"Kastration beim Hund" von Dr. Gabriele Niebel
und Kastrationsbefürwortend (bei einer Hündin):
"Kastration und Sterilisation beim Hund" von Dr.Michael Lehner und Clarissa von Reinhardt

O.K. nach dem Studium dieser Bücher bin ich ja eine ganze Ecke schlauer geworden was in so einem Hund abgeht wenn er kastriert wird. Dabei ist für mich herausgekommen dass es je nach Eingriffsalter ein schwerwiegender, wenn nicht dramatischer Eingriff in seine körperliche und seelische Unversehrtheit bedeutet um das Risiko von bösartigen Krankheiten zu minimieren.
Ja das kann man durchaus machen holt sich dabei aber sehr wahrscheinlich andere Probleme an den Hals die man noch nicht mal erahnt hat. Es gibt eine ganze Palette von Krankheiten und Verhaltensstörungen die durch eine Kastration hervorgerufen werden können und es den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde wenn ich die hier alle aufzählen wollte und die mit Sicherheit auch hier im Forum schon zum Großteil in vorhergehenden Beiträgen diskutiert worden sind.
Eine Doktorarbeit wollte ich davon aber hier nicht machen und das alles wiederkäuen. Es liest sich sicher nicht schön und ein Schreckensszenario will ich hier auch nicht verbreiten.
Eine Frühkastration, wie sie aus den USA zu uns herübergeschwappt ist, vor der ersten Läufigkeit wird übrigens in allen Büchern dieser deutschen Autoren abgelehnt.
Ich persönlich würde meine Hündin nicht vor der dritten Läufigkeit kastrieren lassen und sie erst einmal erwachsen werden lassen wenn nicht eine echte medizinische Notwendigkeit vorläge.

Also ich kann sagen dass diese Bücher mich zwar schlauer gemacht haben mich aber bei meiner Entscheidungsfindung eher verunsichert und es nicht leichter für mich gemacht haben.
Ich habe dann entschieden Greta nicht kastrieren zu lassen aber jede Hitze bei ihr und die 6 Wochen danach genau zu beobachten und regelmäßig ihre Brustleisten abzutasten. Sollte mir etwas spanisch vorkommen wird es ab zum Tierarzt gehen. Greta ist jetzt 6,5 Jahre alt und ohne jegliche Probleme bisher 11X so ca. alle / Monate läufig geworden. Alles wird im Computer dokumentiert. Sie ist sehr sauber dabei und zeigt auch in der Hitze keine großartigen Veränderungen weder körperlich noch in ihrem Verhalten.
Bisher bin ich gut dabei gefahren und ich kann nur hoffen dass es so bleibt. Mit dem Restrisiko müssen wir nun leider einmal Leben, auch auf die Gefahr hin dass ich mit meiner Entscheidung Greta nicht kastrieren zu lassen falsch gelegen habe. Ich will auch nicht verhehlen dass ich dabei unterschwellig immer noch ein ungutes Gefühl mit mir herumtrage, auch wenn ich glaube das Beste für Greta gewählt zu haben.

Lass Dir auf jeden Fall erst einmal Zeit und lass Dir alles ganz in Ruhe durch den Kopf gehen. Die Entscheidung wird Dir keiner abnehmen können.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Re: Kastration???

Beitrag von ChristaS » Mi 12. Dez 2018, 07:15

Hallo zusammen,

schon mal vielen Dank für eure Antworten.
Natürlich lasse ich mir Zeit mit der Entscheidung. Es steht für mich auch fest, dass ich auf keinen Fall eine Frühkastration durchführen lassen würde, würde meine TÄ aber auch nicht machen. Vor der 2. oder 3. Läufigkeit käme es für mich nicht in Frage. Und bis dahin dürfte Scarlett schon fast 3 Jahre alt sein.

Sowohl bei Laima als auch bei Holly trat die Pyometra ca. 4 Wochen nach der Läufigkeit auf. Holly wurde immer ruhiger, fast depressiv. Ich schob es anfangs auf ihre offensichtliche Scheinträchtigkeit (sie hatte sogar Milch). Doch irgendwann war mir ihr Verhalten nicht mehr geheuer und als ich dann noch einen ganz leichten Ausfluss erahnte, ging es direkt zum Tierarzt.

Meine Tierärztin, eigentlich Kastrations-Befürworterin, kennt mich und meine Hunde seit vielen Jahren und weiß, dass sie mich zu nichts überreden kann. Sie diskutiert da auch nicht (mehr) rum. Als ich mit Holly kam und ihr meinen Verdacht mitteilte, hat sie auch gar nicht erst auf andere Ursachen untersucht. Erst im Nachhinein riet sie mir, zumindest einmal über eine "rechtzeitige" Kastration von Scarlett nachzudenken.

Worüber ich mir natürlich auch Gedanken mache, ist das Narkoserisiko. Bei Laima war es damals ihre dritte Narkose. Die ersten beiden (HD/ED-Röntgen) hat sie super verkraftet, bei der Kastration allerdings hat ihr Kreislauf versagt, sie musst reanimiert werden. Bei Holly war es die erste Narkose, beim HD/ED-Röntgen wurde nur sediert. Zum Glück ging alles gut, allerdings hat es fast 24 Stunden gedauert, bis sie wieder richtig bei sich war.
Auch hier stellt sich mir die Frage, ob ein jüngerer, gesunder Hund das nicht besser verkraftet.

Fragen über Fragen...
Liebe Grüße,
Christa
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Re: Kastration???

Beitrag von lutz » Mi 12. Dez 2018, 07:42

Hallo AT-Freunde,

Ich habe gerade eben noch mal angefangen die 87! Seiten auf meinem Tablett zum heißen Thema „Kastration“ aufzuscrollen weil mir der Name der noch jungen Airedalehündin mit den markanten Stehohren die nach einer Kastration an einer Embolie den Sekundentod starb entfallen war. Sie hieß „Elli“ wie ich in einem meiner vielen Beiträge zu diesem Thema dann nachlesen konnte.
Außerdem ist mir in meinem obigen Beitrag aufgefallen dass sich dort mal wieder ein Fehler eingeschlichen hat: Greta wird nicht alle“/„ läufig sondern alle 7 Monate.

Viele Grüße von lutz mit Greta

P.S. Hallo Christa gerade Deinen Beitrag gelesen. Betr. Narkoserisiko.
Also inzwischen hat sich auch in der Tiermedizin so einiges an Narkosemedikamenten getan um das Narkoserisiko zu reduzieren. Gut ausgestattet Praxen von Überweisungsärzten und Tierkliniken die sich auf O.P.s spezialisiert haben besitzen auch einen modernen aktuellen Gerätepark für die Narkosen die es erlauben auch für ältere Hunde das Narkoserisiko zu minimieren.
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Re: Kastration???

Beitrag von sabem » Mi 12. Dez 2018, 08:52

Guten Morgen Christa,
als Deine Hunde operiert werden mussten, waren sie ja beide sehr krank, das erhöht das Narkoserisiko bezüglich Kreislauf ganz sicher.
Das ist auch ein - und in diesem Fall sehr nachvollziehbares - Argument der Tierärzte für die Kastration bei allen Überlegungen zum Für und Wider: nicht erst im Notfall operieren müssen.
Holly’s 24 Stunden Narkosenachwirkungen sind glaube ich noch ganz normal, genau wie bei operierten Menschen, die die Narkosemittel ja auch ganz unterschiedlich schnell abbauen.
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Re: Kastration???

Beitrag von Nellie » Mi 12. Dez 2018, 09:17

Guten Morgen zusammen,
interessant finde ich diesen Beitrag: Die Kastration beim Hund - Ein Paradigmenwechsel von Ralph Rückert, Tierarzt
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/de ... 3&ID=18951
Viele Grüße,
Christa

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