Sprossen und Keime
Verfasst: Di 4. Jan 2011, 11:19
Hallo zusammen,
jetzt in der Winterzeit gibt es kaum frische Kräuter und Gemüse die zum aufpeppen der Hundenahrung (und auch Menschennahrung) zur Verfügung stehen.
Diesem Mangel kann man mit der Anzucht, die je nach Sorte 3-8 Tage dauert, von Sprossen und Keimen entgegentreten. In der Regel sind die Vitalstoffe in den Keimen wesentlich reichlicher ( bis zu 100fach) vorhanden, als in den erwachsenen Pflanzen. Daher reichen für die Hundeernährung kleine Mengen aus.
Es gibt fertige Keimgeräte zu kaufen, aber man kann auch selber etwas basteln ( z.B. ein Einmachglas mit Gazeabdeckung).
Ich verwende dieses dreistöckige Modell:
Die Samen werden zunächst einige Stunden in Wasser eingeweicht. Anschließend bringt man sie auf den Siebböden aus. Man darf aber nicht zu dicht säen da sie sich gegenseitig keimhemmen können.
Ebenso darf man sie nicht zu hell oder gar in die Sonne stellen, auch das hemmt die Keimung. Zweimal am Tag werden die Sprossen gewässert und danach das überschüssige Wasser abgegossen.
Nachdem die Sprossen herangewachsen und geerntet sind, kann man sie noch ca. 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sauberkeit bei der Anzucht vorrausgesetzt.
Hier eine kleine Auswahl:
Alfalfasprossen (Medicago sativa) enthalten viel Vitamin A, B2, C, D und Niacin (B3). Alfalfa enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren und ein Vielzahl an Mineralien (z.B. Eisen und Magnesium)
Allerdings enthalten Alfalfasprossen bis zu ihrem 8ten Tag nach der Keimung einen gesundheitschädlichen Stoff (Canavanin) und sollten deshalb nicht zu jung verfüttert werden.
Bockshornklee ( Trigonella foenum-graecum) enhält sehr viel Eisen, Phoshor, Niacin und Pantothensäure (B5). Weiterhin die Vitamine A, B1, B2, B3 und D.
Brokolisprossen (Brassica). Brokoli ist ein sehr gesundes Gemüse, ein „Muß“ in der gesunden Ernährung. In den Sprossen sind z.B. antikarzinogene Stoffe wie das sehr wirksame Sulforaphan zu 10-100 fach mehr als in dem Gemüse vorhanden. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe: Vitamine B1, B2, B6, C, E, Folsäure, K. Calcium, Chrom, Eisen, Fluorit, Jod, Kalium, Kupfer, Magnesium Mangan, Natrium, Phosphor werden abgerundet durch einen hohen Gehalt an Vitalstoffen wie Flavonoiden, Isoflavonoiden und Polyphenolen ergänzt.
Rotkleesprossen(Trifolium pratense) Rotkleesprossen sind besonders reich an Isoflavonoiden. Insbesondere Genistein und Daidzein die den weiblichen Östrogenen sehr ähnlich sind. Ihr postiver Einfluss auf die menschliche Ernährung ist seid langer Zeit bekannt und in neueren Studien belegt worden. An Vitaminen wären beim Rotklee, unter anderem, die Vitamine C und E zu nennen. Mineralstoffe und ätherische Öle runden das Bild ab.
Weitere Sprossen die sich gut zur Verfütterung geeignet wären: Amarant, Quinoa, Leinsamen, Weizen( sehr wertvoll, falls keine Allergien vorliegen), Sonnenblumenkerne ( man kann die geschälten aussäen),
Des weiteren eignen sich natürlich die bekannte Gartenkresse und Senfsaat zur Anzucht als Sprossen. Diese säe ich aber lieber in Schalen mit Erde oder auf Vlies aus.
Als bedingt zur Hundeernährung geeignet sind Mungobohnen und Linsen zu sehen. Da sie aber oft in fertigen Saat-Mischungen vorkommen erwähne ich sie und man kann sie in kleinen Mengen mitverfüttern.
Mit Vorsicht zu genießen bzw. gänzlich ungeeignet sind andere Leguminosen wie Bohnen, Kichererbsen und andere.
Grunsätzlich sollte man keine zur Aussaat vorgesehene Samen verwenden. Sie werden oft mit giftigen Substanzen (z.B. Quecksilberverbindungen) behandelt, um die Anzucht vor Auflaufkrankheiten zu schützen. Am besten Samen aus Bio-Anbau verwenden welche unbebeizt sind oder speziell welche die zur Sprossenzucht angeboten werden.
LG und allzeit gesunde Hunde,
Freddy
jetzt in der Winterzeit gibt es kaum frische Kräuter und Gemüse die zum aufpeppen der Hundenahrung (und auch Menschennahrung) zur Verfügung stehen.
Diesem Mangel kann man mit der Anzucht, die je nach Sorte 3-8 Tage dauert, von Sprossen und Keimen entgegentreten. In der Regel sind die Vitalstoffe in den Keimen wesentlich reichlicher ( bis zu 100fach) vorhanden, als in den erwachsenen Pflanzen. Daher reichen für die Hundeernährung kleine Mengen aus.
Es gibt fertige Keimgeräte zu kaufen, aber man kann auch selber etwas basteln ( z.B. ein Einmachglas mit Gazeabdeckung).
Ich verwende dieses dreistöckige Modell:
Die Samen werden zunächst einige Stunden in Wasser eingeweicht. Anschließend bringt man sie auf den Siebböden aus. Man darf aber nicht zu dicht säen da sie sich gegenseitig keimhemmen können.
Ebenso darf man sie nicht zu hell oder gar in die Sonne stellen, auch das hemmt die Keimung. Zweimal am Tag werden die Sprossen gewässert und danach das überschüssige Wasser abgegossen.
Nachdem die Sprossen herangewachsen und geerntet sind, kann man sie noch ca. 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sauberkeit bei der Anzucht vorrausgesetzt.
Hier eine kleine Auswahl:
Alfalfasprossen (Medicago sativa) enthalten viel Vitamin A, B2, C, D und Niacin (B3). Alfalfa enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren und ein Vielzahl an Mineralien (z.B. Eisen und Magnesium)
Allerdings enthalten Alfalfasprossen bis zu ihrem 8ten Tag nach der Keimung einen gesundheitschädlichen Stoff (Canavanin) und sollten deshalb nicht zu jung verfüttert werden.
Bockshornklee ( Trigonella foenum-graecum) enhält sehr viel Eisen, Phoshor, Niacin und Pantothensäure (B5). Weiterhin die Vitamine A, B1, B2, B3 und D.
Brokolisprossen (Brassica). Brokoli ist ein sehr gesundes Gemüse, ein „Muß“ in der gesunden Ernährung. In den Sprossen sind z.B. antikarzinogene Stoffe wie das sehr wirksame Sulforaphan zu 10-100 fach mehr als in dem Gemüse vorhanden. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe: Vitamine B1, B2, B6, C, E, Folsäure, K. Calcium, Chrom, Eisen, Fluorit, Jod, Kalium, Kupfer, Magnesium Mangan, Natrium, Phosphor werden abgerundet durch einen hohen Gehalt an Vitalstoffen wie Flavonoiden, Isoflavonoiden und Polyphenolen ergänzt.
Rotkleesprossen(Trifolium pratense) Rotkleesprossen sind besonders reich an Isoflavonoiden. Insbesondere Genistein und Daidzein die den weiblichen Östrogenen sehr ähnlich sind. Ihr postiver Einfluss auf die menschliche Ernährung ist seid langer Zeit bekannt und in neueren Studien belegt worden. An Vitaminen wären beim Rotklee, unter anderem, die Vitamine C und E zu nennen. Mineralstoffe und ätherische Öle runden das Bild ab.
Weitere Sprossen die sich gut zur Verfütterung geeignet wären: Amarant, Quinoa, Leinsamen, Weizen( sehr wertvoll, falls keine Allergien vorliegen), Sonnenblumenkerne ( man kann die geschälten aussäen),
Des weiteren eignen sich natürlich die bekannte Gartenkresse und Senfsaat zur Anzucht als Sprossen. Diese säe ich aber lieber in Schalen mit Erde oder auf Vlies aus.
Als bedingt zur Hundeernährung geeignet sind Mungobohnen und Linsen zu sehen. Da sie aber oft in fertigen Saat-Mischungen vorkommen erwähne ich sie und man kann sie in kleinen Mengen mitverfüttern.
Mit Vorsicht zu genießen bzw. gänzlich ungeeignet sind andere Leguminosen wie Bohnen, Kichererbsen und andere.
Grunsätzlich sollte man keine zur Aussaat vorgesehene Samen verwenden. Sie werden oft mit giftigen Substanzen (z.B. Quecksilberverbindungen) behandelt, um die Anzucht vor Auflaufkrankheiten zu schützen. Am besten Samen aus Bio-Anbau verwenden welche unbebeizt sind oder speziell welche die zur Sprossenzucht angeboten werden.
LG und allzeit gesunde Hunde,
Freddy