Kastration???

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sabem
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Re: Kastration???

Beitrag von sabem » Mi 12. Dez 2018, 11:26

Hallo Nellie-Christa,
den Rückert-Beitrag (2014) zur Kastration hatten wir natürlich auch gelesen, der entsprach völlig unserem Wissensstand, unserer Anti-Kastrationsüberzeugung sowieso. Deshalb fiel uns die doch nötige Entscheidung für Emmas Kastration ja auch so schwer. Bereut haben wir sie aber nicht.
Ob der Beitrag Christa bei ihren zukünftigen Befürchtungen für Scarlett weiterhilft? Die liegen ja auf einer psychischen Ebene, die ich nach ihren gemachten Erfahrungen sehr gut nachvollziehen kann.
Sabine mit Emma *3.2.2012
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ChristaS
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Re: Kastration???

Beitrag von ChristaS » Mi 12. Dez 2018, 11:41

Hallo zusammen,

den Rückert-Beitrag kannte ich natürlich auch, war/bin ja bisher auch gegen das Kastrieren. Ich will auch nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Aber genau da liegt mein Problem: Lasse ich Scarlett nicht kastrieren, riskiere ich, dass ich eventuell beim nächsten Mal eine Gebärmuttervereiterung nicht rechtzeitig erkenne. Lasse ich sie kastrieren, öffne ich möglicherweise weiteren Baustellen Tür und Tor.

@Christa: Wir haben ja schon ausführlich telefoniert und werden das auch weiterhin. Möglicherweise hängt ja auch Laimas neueste Baustelle mit ihrer Kastration vor 4 Jahren zusammen... - Dazu eröffne ich demnächst einen neuen Thread. - Knuddel Jette mal ganz vorsichtig, ich freue mich über die Diagnose (Danke für die SMS!).

Liebe Grüße,
Christa
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lutz
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Re: Kastration???

Beitrag von lutz » Mi 12. Dez 2018, 11:55

Hallo Christa (Nellie) und AT.Freunde,

vielen Dank für den Link der auch meinem Wissensstand entspricht (zum Teil schon zu Jokers Zeiten vor 15 Jahren bin ich dahinter gekommen dass Prostatakrebs häufiger bei kastrierten Rüden auftrat als bei noch intakten).

Erkennungsmerkmale einer sich anbahnenden Pyometra sind:
Wie es auch schon der TA Rückert schreibt hilft es praktisch erfahrenen Hundehaltern einfach nur nur zu beobachten ob sich typische Merkmale der Pyometra zeigen wie durch eine in den Kreislauf gelangte Flüssigkeitsansammlung in der Gebärmutter die eine Blutvergiftung (Toxämie) auslöst mit folgendem EXZESSIVEN DURST, häufigem urinieren, anschwellen des Unterleibes, Erbrechen und Appetitlosigkeit.
Wird dieses nicht rechtzeitig erkannt folgt der Blutvergiftung möglicherweise Schock und Tod.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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ChristaS
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Re: Kastration???

Beitrag von ChristaS » Mi 12. Dez 2018, 13:21

Hallo Lutz,

vielleicht ticken Airedale-Damen da anders: Keine meiner Hündinnen hatte auch nur ein Anzeichen für eine Pyometra, weder Durst noch sonst etwas. Bei Laima wusste ich, dass Holland in Not ist, als sie nicht fressen wollte - das ultimative Alarmsignal! Würde ich mich auf die Rückert'schen Blog-Diagnosen verlassen, hätte ich heute nur noch einen Hund...
Ich denke, auch du würdest mit Greta den TA aufsuchen, wenn du das Gefühl hast, es stimmt etwas nicht.

Passt auf eure Schätze auf!
Liebe Grüße,
Christa mit Laima, Holly und Scarlett
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Hundemutti
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Re: Kastration???

Beitrag von Hundemutti » Mi 12. Dez 2018, 20:30

Hallo zusammen,

mir wird ganz anders, wenn ich hier lese...

@ Christa tut mir echt leid, was Deine Mäuse schon mitgemacht haben!

Zum 1. Mal habe ich eine intakte Hündin und kann nur hoffen, niemals davon betroffen zu sein! Ich bete nur, es rechtzeitig erkennen zu können und darauf achten können, welche veränderten Merkmale sich zeigen, wenn eine derartige Erkrankung eintreffen sollte! Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wird es bei einer geschlossenen Pyometra schwer werden! Tolle Aussichten! Eine frühzeitige Kastration kann aber auch nicht nur die Lösung sein! Meine beiden alten Damen sind seit geraumer ZEit inkontinent, eine Folge der Kastration!

Allerdings kann ich HH verstehen, die aus Angst ihre Hündin kastrieren lassen, wenn zuvor schon eigene Hündinnen daran erkrankt sind und fast ihr Leben lassen mussten! :dog_ohmy Einen Ratschlag kann man nicht geben, es muss wirklich jeder für sich entscheiden! Allerdings diese "in Mode" gekommen Kastrationen halte ich shclichtsweg für Tierquälerei!
Liebe Grüße
R & R ...Romana & Rudel

Um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig den Krieg zu erklären, es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt! Martin Luther King

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Re: Kastration???

Beitrag von lutz » Mi 12. Dez 2018, 20:47

Hallo Christa und AT-Freunde,

jeder kennt seine Hunde wohl am besten selbst um festzustellen dass irgend etwas nicht mit ihnen stimmt.Das Problem ist natürlich dass sich Krankheiten nicht immer nach Lehrbuch ankündigen. Ich denke aber schon dass ich auch bei Greta unterscheiden kann ob sich da etwas Ernstes anbahnt oder es nur irgend eine Lappalie ist die sich von selbst erledigt.
Bei Joker war das allerdings schon schwieriger der hat sich wirklich erst etwas anmerken lassen wenn er schon halbtot war.
Im Zweifel eiere ich da aber auch nicht lange herum sondern es geht ab zum Tierarzt meines Vertrauens.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Re: Kastration???

Beitrag von Ilbica » Mi 12. Dez 2018, 21:12

Hallo Christa ,
ich verstehe Deine Bedenken und Gedanken so gut . Caja hatte schon nach der 1 Läufigkeit Schwierigkeiten ,bekam durch aufsteigende Keime eine Nierenbeckenentzündung .
Das war natürlich kein Grund über eine Kastration nachzudenken. Die 2 Läufigkeit kam, alles o.k. ,Caja war wie immer, spielte, sprang umher, fraß normal .Etwa 6 Wochen nach der Läufigkeit habe ich Caja blöd vom Trimmtisch gehoben ,nämlich unter dem Bauch . In diesem Moment knurrte sie mich an und der Eiter lief aus der Scheide. Da bin ich mit fliegenden Fahnen zum Tierarzt , der mir aber zum Versuch mit hochdosierten Antibiotika riet , weil das OP-Risiko in diesem angeschlagenem Zustand doch sehr hoch wäre. Die
Antibiose hat angeschlagen. Bei mir kreisten die Gedanken , ob ich es das nächste mal rechtzeitig merke . Unseren TA kenne ich schon viele Jahre , er riet mit zur Kastration im gesunden Zustand . Caja wurde dann kastriert ,für mich war der Tag schrecklich ,denn man hat immer Zweifel ,ob man die richtige Entscheidung getroffen hat. Das ist jetzt fast 2 Jahre her, sie hat sich im Wesen nicht verändert, Fell ist drahtig geblieben ,alles ist gut . Bei mir hat einfach die Angst überwogen , die Vereiterung das nächste mal nicht rechtzeitig zu bemerken.

Das waren meine Erfahrungen .
Lass Dir Zeit für die Entscheidung und wäge die bekannten Risiken für Euch ab . Diese Entscheidung kann einem leider niemand abnehmen .
Liebe Grüße
Ilona mit Birthi und Caja

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Re: Kastration???

Beitrag von SiWolke » Fr 15. Nov 2019, 10:34

Kann mir jemand sagen wie die Körpertemperatur vor, während und nach der Läufigkeit ist und ob sie bei Pyometra sofort steigt?
Quira, Torri, Mickey, Sam R.I.P. aktuell: Perle

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Re: Kastration???

Beitrag von lutz » Sa 16. Nov 2019, 20:42

Hallo Sybille,

Da ich gerade dabei bin, laut dem Standardwerk „Klinik der Hundekrankheiten“ zur Anamnese einer Pyometra ist die Körpertemperatur kein sicheres Zeichen einer Pyometra da sowohl Hyper- als auch eine Hypothermie, aber auch Euthermie vorliegen können.
Angaben zur Körpertemperatur speziell während der Läufigkeit habe ich weder im o.a. Buch noch in dem Buch „Die Hündin“ gefunden in dem sonst alles mögliche über den Ablauf der Läufigkeit zu finden ist. Nur allgemeine Angaben finden sich dort dass die normale Temperatur zwischen 37,5 und 39,0 Grad Celsius liegt. Bei jungen Hunden eher im oberen Bereich, bei älteren im unteren Bereich, bei Rüden soll die Normaltemperatur eher höher liegen als bei Hündinnen.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Re: Kastration???

Beitrag von Bavaria » So 17. Nov 2019, 05:46

Stimmt Lutz, eine Pyo erkennt man nicht an der Körpertemperatur. In der Regel kann man von der Körpertemperatur nicht viel ablesen, es gibt eine Ausnahme bei der Hündin, 24h vor der Geburt sackt die Temperatur aufgrund des rasanten Progesteronabfalls auf 36C', dann sollten in 24h die Welpen da sein.Und dann steigt die Temp der Hündin auf 39- 39,5C' ohne das sie krank ist, um sich dann 4-6 Tage später aufs Normale einzupendeln.
Ansonsten gilt Fieber immer als Anzeichen eines pathologischen.Vorgangs.Normaltemperatur ist bei jemdem Hund anders, deshalb empfehle ich die ab und an zu messen.Ich hatte mal eine Hündin, die 37,5C Normaltemp hatte, bei der brannte bei mir schon bei 39C der Himmel, da wollte mich der TA noch beruhigen, als ich auf kl.Blutbild bestand, waren wir bei 18000 Leukos.
Eine Pyo.Im Zweifel oder Verdacht einer Pyo empfehle ich sofort einmal beim TA die Leukos auszählen zu lassen, kostet nicht viel, geht schnell und bei normalen Leukos zwischen 8-10.000 = keine Pyometra.
LG Bine

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