FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Unterordnung, Fährte, Schutzdienst
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Regine
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Regine » Sa 14. Nov 2015, 20:04

Hi Romana,
meine Bauern schimpfen nicht, wenn ich über den frisch geackerten , oder gegruberten oder frisch eingesäten Acker fährte, auch wenn die Saat anfängt rauszukommen , kann ich noch gut drauf.Mein Nachbar sagt immer du machst weniger kaputt , wenn du auf meinen Ackern fährtest, als ich , wenn ich einmal spritze oder dünge. Aber ich fährte auch allein und wir trampeln nicht drüber wie eine Elefantenherde. Dannach wächst dort noch alles :dog_biggrin
LG Regine
Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen,
die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren.

Henry David Thoreau (1817 - 1862), US-amerikanischer Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker

Anja1402
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Anja1402 » Mi 18. Nov 2015, 10:00

Uschi hat geschrieben: ...denn es ist so manches Mal ein langer Weg bis der Hund versteht. Und es gibt keine Universal-Methode es ihm beizubringen. Aber wenn es dann mal "geschnaggelt" hat im Hundekopf und er sucht dann die allerunmöglichsten Figuren in allerunmöglichstem Gelände, dann................dann macht das Fährten richtig Spaß.
Genau so isses.

Es gibt verschiedene Ansätze und Theorien, wann man wie mit dem Fährten beginnen sollte - hängt auch vom Hund ab. Ich hatte mit Struppi unsere erste Übungsstunde mit Melanie, da war er ca. 4 Monate alt und stellte sich gar nicht mal so schlecht an, und danach war ich noch 2-3x alleine fährten, habe es dann aber sein lassen - aus Faulheit ("Prüfung machen wir eh frühestens in einem Jahr") und auch, weil ich Angst hatte, ihm etwas falsch beizubringen. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, hätte ich konsequent weiter geübt, hätte ich nicht die Probleme gehabt, die ich dann hatte, als ich wieder anfing, als er schon über 1 Jahr war. da stellte er sich auf einmal an wie der erste Mensch - "was, schnüffeln? kenn ich nicht. ich rase lieber wie ein Irrer über den Acker oder gucke Löcher in die Luft". ich tat mich mit einer Vereinskameradin zusammen, die sich alle Mühe gab, wir probierten verschiedene Methoden aus, alles brachte nix. ich nahm das tollste Futter auf der Fährte, interessierte ihn nicht, nach 2 Schritten war er in Gedanken woanders, selbst "hungern lassen" (was ich eh saublöd fand) half nicht. ich recherchierte im Internet, fand einen Artikel über "Fährten nach Dildei", wo einige Sachen anders beschrieben werden, als man es vom "normalen" Aufbau her kennt, probierte das aus, und auf einmal war der Knoten geplatzt - Struppi konnte tatsächlich fährten :dog_biggrin wir haben nach wie vor unsere Baustellen, aber das ist alles Übungssache. Aber davor war ich echt gefrustet und mehrere Male kurz davor, alles hinzuschmeißen :dog_wacko
Bavaria hat geschrieben:... aber es gibt das Buch, was ich jedem Fährteninteressierten nur empfehlen kann: Fährtenpraxis Wenn man auf Seite 1 anfängt und genau so übt, dann fährtet der Hund, wenn man auf der letzten Seite angekommen ist.Wenn Dich fährten also interessiert, dann hast Du mit dem Buch einen sehr guten Leitfaden, um es auch ohne Hilfe zu lernen.
Ich habe das Buch auch gelesen und fand es ehrlich gesagt für Anfänger (wie mich) absolut nicht geeignet... wenn man wirklich gar keine Ahnung hat, nicht mal weiß, wie man Ansätze legt o.ä. (oder was ein Ansatz überhaupt ist...), ist das Buch keine Hilfe. Ich bezweifle nicht, dass Paul Kufner sich hervorragend mit Fährten auskennt und das in Seminaren o.ä. auch gut rüberbringen kann, aber das Buch als einziges Nachschlagewerk, wenn man es alleine lernen will, würde ich nicht empfehlen, es holt den Leser erst bei einem gewissen Kenntnisstand ab.

Richtig Ärger mit Bauern hatten wir noch nie (ich gehe alleine oder max. zu zweit), aber nahe dran happy_02 einmal waren wir früh morgens auf einem Acker, hatten jede für sich eine Fährte gelegt und gingen mit den Hunden noch kurz ein Stück Gassi. auf dem Rückweg sahen wir aus der Ferne, wie neben unseren Autos am Feldrand ein Kombi hielt - mit Schäferhundaufkleber auf der Heckscheibe, ein junger Mann in den typischen Hundesportler-Klamotten (Engelbert Strauss Outfit) stieg aus und stiefelte schnurstracks auf "unseren" Acker. Wir dachten natürlich, der uns unbekannte Herr will ebenfalls fährten gehen, ausgerechnet hier! Meine Freundin rannte los und brüllte "Machen Sie sich gefälligst von MEINER Fährte runter!" Er drehte sich um, grinste und meinte: "Entschuldigung, das ist MEIN Acker, ich bin Landwirt!" Wir bei so :shifty: klein mit Hut, tausendmal entschuldigt, aber er nahm das Ganze mit Humor, wir durften sogar noch unsere Fährten absuchen :)
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
Maxim Gorki

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