FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Unterordnung, Fährte, Schutzdienst
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Uschi
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Uschi » So 8. Nov 2015, 00:44

Hallo Regine,

ich wünsche Dir, dass Dein Enthusiasmus anhält, und Du die Wette gewinnst. :dog_biggrin


Anja1402 hat geschrieben: und dann immer dieser Nervenkitzel "hoffentlich kommt jetzt nicht der Bauer"
Ja, da kam der Bauer gerade, als wir zu dritt mit fährtendem Hund über den Acker liefen, und er fing an, am Rand des Ackers Steine zu lesen. Etwas Nervosität breitete sich aus unter uns, der Hund ließ sich GsD davon nicht beeindrucken und suchte ruhig weiter.
Als wir fertig waren, gingen wir zu ihm hin und bedankten uns dafür, dass er nicht geschimpft hat. Da brummelte er grimmig, dass das Schimpfen jetzt aber gleich kommt, warum wir denn eigentlich meinen, über seinen, für die Saat vorbereiteten Acker laufen zu dürfen mit dem Hund.
Jaaaaaaaaaaa, der Acker ist halt ideal, weil wir bei den jungen Hunden, die das Fährten ja lernen müssen, unbedingt sehen müssen, wo unsere Fährte läuft, und da fanden wir genau diesen fein geeggten Acker ideal. Wenn er das nicht möchte, werden wir das in Zukunft nicht mehr tun, aber dankeschön, dass wir das jetzt noch durften.
Er brummelte noch etwas, aber er schimpfte nicht mehr und ließ uns ziehen.


LG
Uschi
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Bettina
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Bettina » So 8. Nov 2015, 08:37

Guten Morgen,

wenn auch etwas off topic, von mir noch etwas zur Kommunikation mit Bauern: wir sind immer auf der Suche nach Findlingssteinen für unseren Garten und die Bauern haben diese Steine oft am Ackerrand abgelegt. Wer nun glaubt, daß diese Steine dem Bauern ja nur lästig fallen und er sicher nichts dagegen hat, daß man sich etwas ins Auto packt - weit gefehlt.

Die Bauern möchten im Vorfeld gefragt werden und das ist sicher beim fährten (und auch beim Steine sammeln) nicht ganz so einfach, den entsprechenden Bauern ausfindig zu machen. Aber es macht sich auf jeden Fall bezahlt.

Der Bauer ist zufrieden, wenn er gefragt wird (wenn Du fragst, gehören die Steine Dir, wenn nicht, sind es meine und es ist Diebstahl) und man kann ganz in Ruhe seine Aktivitäten auf dem Feld ausüben.

Liebe Grüße
Bettina
Manche Freunde laufen auf vier Beinen, damit sie ihr riesiges Herz tragen können

unser neues Glück heisst Carlotta

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Bavaria
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Bavaria » So 8. Nov 2015, 19:07

Bettina hat geschrieben: Die Bauern möchten im Vorfeld gefragt werden und das ist sicher beim fährten (und auch beim Steine sammeln) nicht ganz so einfach, den entsprechenden Bauern ausfindig zu machen. Aber es macht sich auf jeden Fall bezahlt.



Liebe Grüße
Bettina
Stimmt Bettina, diese Erfahrung hab ich auch gemacht, auch in Bezug aufs Fährten. Ich habe meine Flächen, wo es kein Problem gibt, allerdings haut der Bauer jeden anderen vom Acker....ich hab mir die "Belehrungen" angehört und versuch auch so wenig Schäden, wie möglich zu machen und nehm halt auf die Bauern Rücksicht.
Manchmal öffnet Fragen viele Türen.
LG Bine

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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Regine » So 8. Nov 2015, 21:31

Hi ihr,
ja es ist nicht wie früher, als es kein Problem war über Wiesen zu toben oder über Äcker zu stampfen.
Als ich Kind war , war es kein Problem, wenn wir über Wiesen geflitzt sind, Blumen gepflückt oder Löwenzahn gerupft haben.. Haben wie uns beim Drachen steigen lassen ,Blumenkränzewinden oder Wolkenbeobachten je darum geschert ,wie hoch das Gras stand??
Haben die Bauern uns verjagt? NÖÖÖ, auch die Hunde nicht ,es gehörte einfach dazu ..Tja und heute ist es anders... ich frag und es ist dann meist okay ...Wandel der Zeit
LG Regine
Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen,
die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren.

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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Nandi » Do 12. Nov 2015, 17:11

Hallo Regine,
Regine hat geschrieben:Haben die Bauern uns verjagt? NÖÖÖ, auch die Hunde nicht ,es gehörte einfach dazu
Das hing wohl von dem Bauern und dem Vorhaben ab happy_02 . Meine Freundin, ihre Schäferhündin Asta und ich hatten im Wald in der selbstgebauten Hütte unsere 2. Heimat und waren ständig am "organisieren" von Äpfeln, Heu für die Polsterung des Bodens ... Über frisch gepflügten Acker durfte man nicht laufen. Da ist schon manche Bauer schimpfend hinter uns her, wenn wir nicht aufgepasst haben. Aber wir waren schenll :dog_biggrin .

Es ist tatsächlich so, dass es viel weniger freie Flächen gibt und es wird auch immer mehr "sauber" gestaltet. Kleine Gehölze am Wegesrand, die letzten freien Grünflächen zwischen Feld und Wald verschwinden. Besonders am Rand von Hamburg ist das sehr stark zu beobachten. Schade.

Mit dem Fährten haben wir ja noch etwas Zeit. Archie ist noch in der Junghund-Gruppe und übt Fuß, Sitz, Komm ...

Viele Grüße
Andrea

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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Regine » Do 12. Nov 2015, 22:07

Hmm Andrea....
ich hab mit meinen mit 4 Monaten angefangen zu fährten ...und es hat ihnen Riesenspaß gemacht, aber für´s Fährten gibt es kein Alter das geht mit 4 Monaten oder 8Jahren , dass ist das schöne dran.
LG Regine
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Nandi » Fr 13. Nov 2015, 17:01

Hallo Regine,
da bin ich echt überrascht, dass man schon so früh beginnen kann. Du bist im Gegensatz zu uns eine erfahrene Hundesportlerin und kannst das Fährten Deinen Hunden selbst beibringen. Lucy hat THS und später Obedience im Verein gemacht. Wir haben noch gar keine Erfahrung mit Fährtenarbeit und werden es im Verein beginnen. Von der Fährtenarbeit habe ich nur eine grobe Vorstellung und war noch nie dabei. Ich glaube, dass Archie daran sehr viel Spaß haben wird, denn er ist im Feld immer mit der Nase am Boden und analysiert jedes Mauseloch und bekommt eine leichten Tunnelblick, wenn er eine Spur hat :dog_huh . Wenn wir unterwegs sind, habe ich noch damit zu tun, dass er mich immer im Blick behält, nicht in jedes Matschloch sprintet, zu mir kommt, obwohl er weiß, dass ich ihm den Tannenzapfen abnehmen will ... Eigentlich noch eine lange Liste :dog_rolleyes .
Viele (bewundernde) Grüße von Andrea

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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Uschi » Fr 13. Nov 2015, 23:51

Hallo Andrea,
Nandi hat geschrieben: und werden es im Verein beginnen.
wenn Du bereits im Verein bist und dort in der Junghundegruppe mit Archie, dann frag doch einfach mal, wann sie zum fährten gehen und schließe Dich an. Deinen Hund wird es freuen.


Ich habe lange gebraucht, bis ich dem fährten was abgewinnen konnte, denn es ist so manches Mal ein langer Weg bis der Hund versteht. Und es gibt keine Universal-Methode es ihm beizubringen. Aber wenn es dann mal "geschnaggelt" hat im Hundekopf und er sucht dann die allerunmöglichsten Figuren in allerunmöglichstem Gelände, dann................dann macht das Fährten richtig Spaß.

Wenn man zu mehreren ist, macht es eh mehr Freude, als wenn man allein vor sich hinfährtet, mir zumindest geht es so. Allein hat man doch oft eine Ausrede: "Ach, heute nicht, keine Zeit, das Wetter miserabel, sooooooooo viel anderes zu tun.................."



LG
Uschi
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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Bavaria » Sa 14. Nov 2015, 07:11

Hallo Andrea,

Nandi hat geschrieben:Hallo Regine,
da bin ich echt überrascht, dass man schon so früh beginnen kann.
Viele (bewundernde) Grüße von Andrea
gerade Fährten kann man mit den ganz jungen Zwergen schon machen, lange bevor UO und Schutz beginnen kann.
Ich hatte das Glück Paul Kufner noch live zu genießen, aber es gibt das Buch, was ich jedem Fährteninteressierten nur empfehlen kann: Fährtenpraxis Wenn man auf Seite 1 anfängt und genau so übt, dann fährtet der Hund, wenn man auf der letzten Seite angekommen ist.Wenn Dich fährten also interessiert, dann hast Du mit dem Buch einen sehr guten Leitfaden, um es auch ohne Hilfe zu lernen.

Ich gehe übrigens meistens allein fährten und das aus gutem Grund: ein Hund auf dem Acker/ Wiese ist für ( die meisten) Bauern kein Problem, aber wenn 20 Leute die Saat niedertreten, dann ist das Betretungsverbot meist nicht weit, leider. Unser Nachbarverein ging auch immer "Rudelfährten".... das gab richtig Ärger und wir mussten hart kämpfen, daß wir vom Ärger der Bauern ausgenommen worden sind und bestimmte Gelände auch in Gruppen wieder betreten dürfen, natürlich in Absprache.

LG Bine

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Re: FÄHRTEN... auf dem Weg zur FH2

Beitrag von Hundemutti » Sa 14. Nov 2015, 12:09

Hallo Ihr,
Bavaria hat geschrieben: Ich gehe übrigens meistens allein fährten und das aus gutem Grund: ein Hund auf dem Acker/ Wiese ist für ( die meisten) Bauern kein Problem, aber wenn 20 Leute die Saat niedertreten, dann ist das Betretungsverbot meist nicht weit, leider. Unser Nachbarverein ging auch immer "Rudelfährten".... das gab richtig Ärger und wir mussten hart kämpfen, daß wir vom Ärger der Bauern ausgenommen worden sind und bestimmte Gelände auch in Gruppen wieder betreten dürfen, natürlich in Absprache.
LG Bine
In Gruppen die Saat "niederzutrampeln" empfinde ich auch schon etwas unverschämt! Immerhin ist es Eigentum/Pacht des Landwirtes und wird von ihm bewirtschaftet! Ich möchte auch niemanden in meinen Beeten umherlaufen sehen! Nur weil es großflächig ist, scheinen viele HH zu glauben, sie könnten auf den Feldern machen, was sie wollen! Ich habe durchaus Verständnis, dass so mancher Landwirt einen Haß auf HH und Hunde bekommt! Ich suche auch immer wieder das Gespräch und frage um Erlaubnis, dann gibt es auch kein Problem!

Richtig sauer werden sie, wenn Hunde auf Wiesen umherlaufen, die kurz vor dem Mähen stehen! Immer wieder sieht man Hunde auf frisch gesäten Äckern umherlaufen und die HH sind ohne ein Unrechtsempfinden! Aber gerade diese Leute wären am ausflippen, würde man es in ihren Gärten gleich tun!

Vor kurzem waren wir in einem Naturschutzgebiet, in dem generell Leinenpflicht besteht und entsprechend an "jeder Ecke" ausgeschildert ist! KOmmt uns eine Gruppe von HH mit fünf freilaufenden, großen Hunden entgegen. Allein die Rummbrüllerei nach den nicht abrufbaren Hunden war einfach nur nervig! Zwei von ihnen wollten auf unsere stürzen, war natürlich wieder mega klasse!!! Wehe wenn dann ein Wildhüter die Flinte ansetzen würde!
Liebe Grüße
R & R ...Romana & Rudel

Um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig den Krieg zu erklären, es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt! Martin Luther King

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