Hallo Simona,
ich bin kein Schutzhundeexperte, vielleicht melden sich noch einige zu diesem Thema. Schutzhundeausbildung können theoretisch alle Hunderassen absolvieren. Verbreitet ist die sportliche Variante, als Spass an diesem Sport.
Die Hunde lernen über den Beutetrieb Gehorsam, werden sehr sichere und zuverlässige Begleiter. Das macht jeder in gewisser Weise schon beim Spielen mit seinem Hund, wenn es um Beute und dem "Bring" und "Aus" geht. Der Hund lernt ja nicht den Menschen zu beißen, sondern wird im Sport ausschließlich auf den Ärmel des Helfers trainiert. Das ist die Beute! Im normalen Leben wird ein ausgebildeter Schutzhund nie einen Menschen angreifen. Er reagiert nach einer solchen Ausbildung wesentlich nervenstärker auf Extremsituationen, Neues und Ungewohntes. Was neben dem sportlichen Faktor auch ein Ziel dieser Ausbildung ist.
Im Polizeihundebereich wird der Hund darauf trainiert, gezielt Menschen zu stellen, auch im Notfall anzugreifen, aber auf Befehl auch ohne zögern abzulassen. Ist der Helfer ohne seine "Montur", ist er für den Hund ein ganz normaler Mensch. Den bösen Mann gibt es nicht.
In meiner Familie leben zwei solcher Polizeihunde. Sie leben mit Kleinkind, bewegen sich wie jeder normale Familienhund und auch Mischka spielt mit ihnen ohne Probleme.
Ein im volkstümlichen Sinne "mannscharfen Hund", gibt es in meinen Augen nicht. Ich weiß nicht, wo dieser falsche Begriff herkommt. Möglicherweise aus der Ecke, wo Leute ihr Ego über ihren Hund definieren.
Das ist ein nicht handelbarer Hund, der fürchterliche Erfahrungen machen musste, gar nicht oder falsch erzogen wurde.
