Was ist denn mit den Tierärzten los?

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Lena
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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von Lena » So 16. Sep 2018, 15:56

Hallo Lutz,
Beinwell ist hilfreich bei Gelenkbeschwerden, Arthrose und dgl.
Viele Schmerzgels enthalten Beinwell. Anscheinend wissen einige Hunde, was gut für sie ist. Ich hab das noch bei keinem anderen Hund so erlebt.
Und was sagt uns das? Der Airedale ist ein Kräuterexperte. :dog_biggrin

LG Lena

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teddy
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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von teddy » Fr 28. Sep 2018, 10:00

Hallo Bettina,

never change a running system! Lass Dich nicht beeinflussen von den TA's. Sie werden schon während ihrem Studium von Futtermittel- und Pharmaindustrie
maßgeblich "begleitet", soll heißen gesponsert. Ist doch kein Wunder, das sie dann z.B. Bravecto wie Bonbons verteilen und NUR ihr Futter wirklich gut ist.

Wer ausgeglichen barft macht alles richtig!

Ich bin ja durch Bine dazu gekommen, als unser Teddy so krank wurde. Ich weiß gar nicht, wie ich ihr heute noch dafür danken soll. Blutwerte waren soooo schlecht als wir ihn damals aus der Klinik zurück bekamen. Ich kriegte Diätfutter (was er auch schon in der Klinik für viele Tage bekommen hatte) mit und sollte NUR das füttern.

Habe ich nicht getan!

Nach 10 Tagen - und trotz erheblicher Medikamente - war alles auf einem super Weg.
Man klopfte sich in der Klinik auf die Schultern und war höchst erfreut, das ja IHR tolles Futter so klasse sei (... und Teddy wohl auch ein Kämpfer), bis zu dem Moment, als ich ihnen die Palette mit dem Diätfutter auf den Tisch stellte und meinte: "Sie sagten ja ich könne es auch zurück geben...." Es gab einen einzigen TA, der - nachdem die anderen außer Hörweite waren - leise fragte: Wie haben Sie das denn hingekriegt, so eine gravierende Verbesserung habe ich ja noch nie gesehen..." Ich erzählte es ihm, er schmunzelte und er sagte: "Schade, das wir das hier nicht machen dürfen...."

Man muss nicht für mit jedem TA in 100 % übereinstimmen. Wir haben auch mal 2 verschiedene, von denen ich überzeugt bin - aber eben nicht so ganz :dog_wink

Lieben Gruß

Kirsten
...mit teddy im herzen

kpkjk
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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von kpkjk » Fr 28. Sep 2018, 12:31

Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich kann da noch nicht wirklich mitreden, da wir noch keinen Hund haben. Ich habe im letzten Jahr einige Bücher gelesen, unter anderem auch über BARF etc. Nun haben wir einen Leihhund (5 Monate), der tagsüber immer bei uns ist, wenn die Besitzerin arbeitet. Nun ist sie vor kurzem erkrankt (Nesselsucht, spucken und fraß nicht mehr) und musste in Behandlung. Laut der Besitzerin wurde ihr in der Klinik gleich gesagt, BARF für Welpen geht gar nicht und der Hund bräuchte nun eine 4 wöchige spezielle Nahrung, die man dort kaufen könnte. Ich habe gleich an die Bücher gedacht, die ich gelesen hatte und geschmunzelt. War wie im Buche geschrieben und sie sagt gleich zu mir: "überlegt euch das mit dem barfen noch einmal". Sie war daraufhin hier noch bei einer anderen Ärztin vor Ort und die sagten ihr das Gleiche. Das scheint tatsächlich ein sehr interessantes Thema bei den Ärzten zu sein. Ich bin mal gespannt, wie es ist, wenn wir soweit sind.
LG wir gehen jetzt zu Tisch (frisch zubereitet - glaube kann nicht so schlecht sein, weder für Mensch noch Tier. Auch unsere Meerschweinchen ernähren wir übrigens seid Jahren nur frisch und sie sind sehr lebendig und laut Ärztin, hat sie selten Tiere mit so gutem glänzendem Fell)

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ChristaS
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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von ChristaS » Fr 28. Sep 2018, 13:38

Hallo Kerstin,

wenn ein (oder zwei) Tierarzt/-ärzte einen 5monatigen Hund als "Welpen" bezeichnen, würde ich doch mal nachfragen, wo (und was) sie studiert haben!
Meine nun 5 Monate alte Airedale-Junghündin wurde seit dem Tag ihrer Ankunft, mit 10 Wochen, teilgebarft. Bei ihren nötigen Impfungen zur Grundimmunisierung (mit 12 bzw. 16 Wochen) waren beide Tierärztinnen total begeistert und attestierten einen vorzüglichen Pflegezustand. Davon ab war Scarlett im Anfang recht mäkelig mit ihrem Welpenfutter, schon bei der Züchterin. Nachdem sie aber frisches Fleisch, Flocken und Kräuter mit Joghurt und noch einigem mehr bekam, was sie von der Züchterin nicht kannte, wollte sie am liebsten im Hundenapf übernachten. Jetzt bekommt sie noch eine Portion Welpenfutter am Tag und zwei Portionen frisch. Zwischendurch bekommt sie noch Äpfel, Möhren, Bananen und das, was sie sich selbst im Garten pflückt (Himbeeren, Tomaten...)
Hätte ich nicht die Erfahrung mit meinen anderen Hunden und "müsste" nur auf diverse Züchter- und Tierarzt-Ratschläge hören, wäre ich sicher häufiger beim TA. Holly (fast 6) ist voll fit und sah den TA bisher nur zu Impfungen und Laima (10,5) wird halt langsam älter, ist aber immer noch fit und lustig. - Soviel zum Thema barfen.
Als meine verstorbene Hündin Olympia lange Zeit sehr krank war, fütterte ich auch für wenige Tage das dringend empfohlene Futter aus der Tierklinik. Die Folgen waren Sprüh-Durchfall und Futterverweigerung!

Wie heißt es so schön im Titel eines Buches: "Katzen würden Mäuse kaufen", parallel dazu würde ich sagen: "Zeige deine Liebe. Mit Fleisch. Ein Leben lang."
Liebe Grüße,
Christa mit Laima, Holly und Scarlett
... mit Butzi und Olympia im Herzen.

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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von kpkjk » Fr 28. Sep 2018, 13:48

Hallo Christa,
nein die Ärzte haben den Hund nicht mehr als Welpen bezeichnet, sondern eher die Tatsache, dass man barfen schon gar nicht bei Welpen sollte. Alle anderen Hunde auch nicht, aber nach deren Aussage bei Welpen halt auf keinen Fall. Schließlich sieht man ja, was der Hund davon hat jetzt mit seinen 5 Monaten. War halt im Magen-Darm-Trakt noch nicht so weit und dann sei halt Frisch nicht gut.
Ich werde mir das auch nicht zu Herzen nehmen, schließlich steht für uns schon fest, dass wir barfen werden. Zumindest möchten wir es versuchen und außderdem bekomme ich so meinen Mann dazu eine zusätzliche Kühl/Gefrierkombi für die Garage zu kaufen. Schließlich werden unsere Geräte für 5 Leute langsam zu klein und wenn ich noch BARF einfrieren muss, reicht es halt nicht :D .
Aber ich bin mir sicher, dies bezüglich werde ich noch ab und zu mal was fragen.
LG Kerstin

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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von teddy » Fr 28. Sep 2018, 17:48

Hallo Kerstin,

in jedem Fall sollten Welpen alles kennenlernen. Unsere werden gebarft, bekommen aber auch mal gutes TF oder Dose, denn wir wissen ja nicht, wie ihre zukünftigen "Eltern" es machen. Wiur haben bei uns festgestellt, das ein gebarfter Welpe fast alles verträgt und bei "mal TF, oder Dose" nicht gleich mit Durchfällen, o.Ä, reagiert.
Gebarfte Welpen werden halt nicht "gedüngt" und wachsen langsamer..... finde ich pers. gut! Keine Sorge, die Endgröße ist genetisch vorgegeben, aber den Weg dahin geben wir (also die Menschen) vor!

LG
muss zu den zwergen..... :dogs_run
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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von Eddis » Sa 29. Sep 2018, 20:54

Unser Tierarzt ist eher zurückhaltend mit Impfungen, Wurmkuren und Ernährungsratschlägen. TA in 3. Generation, er versorgt auch Pferde, Rinder, Geflügel und hat die Kleintierpraxis nicht täglich geöffnet.

Die Tierärzte in der Tierklinik sind umsatzorientierter und wissen, wie auch alle angeschafften Geräte ausgelastet werden. Die bereiten gern gleich den nächsten Tierarztbesuch vor und wollen natürlich ihre diversen Futtermittel verkaufen, auch an Katzenbesitzer. Es laufen Werbefilme im Wartezimmer für alles mögliche, Futterzusätze, Fellpflege, Urlaubsangebote. Es gibt Ernährungsberaterinnen in grüner Arbeitskleidung mit Namensschild. Die verkaufen auch rohes Fleisch von Pferden, Rentieren oder Zebras. Natürlich heißt das nicht rohes Fleisch, sondern gewürfeltes Goulasch.

Meine Nachbarin hat ihren Hund krank gebarft. Dem mußten schon mehrmals Blasensteine entfernt werden, täglich wird der Säurewert seines Urins getestet, er pullert in einen Becher. Statt rohes Fleisch bekommt er jetzt täglich 800g gekochte Kartoffeln. Er ist 3 Jahre jünger als mein Hund und gefühlt uralt. Kahle Stellen im Fell, kranke Pfoten, ein Geschwür und verschiedene Allergien. In dem Hund steckt ein Kleinwagen. Aber barfen ist in, wer will seinem Liebling heut zu Tage noch TF vorsetzen ? Man ißt ja selbst nicht mehr alles, es sollte schon vegan drauf stehen und/oder laktosefrei. So what, der Markt gibt es her.

Doch auch wenn das Internet voller Barfer ist, in der Realität werden die meisten Hunde mit TF oder Büchsenfutter ernährt. Hundefutter Umsatz 2018 mit 1.384 Millionen Euro im stationären Handel. Snaks 513 Mio €, Büchse 445 Mio€,Trockenfutter 426 Mio€.
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi

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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von lutz » So 30. Sep 2018, 11:06

Hallo Simona,

es gibt es natürlich auch dass ein Hund nicht unbedingt krank gebarft sein muss sondern genetische Schwächen geerbt hat die unter Umständen dann auch einer speziellen Ernährung bedürfen.
Blasensteine und "Horny feet" sind z.B. auch unter gewissen Linien der Irish Terrier verbreitet worunter dann die Rüden besonders unter den Blasensteinen leiden.
Aber ich bin auch der Meinung dass ein Hund mit dem billigsten Trockenfutter von z.B. Aldi (übrigens sehr gut laut Stiftung Warentest) besser ernährt wird als wenn ein Tier falsch gebarft wird.
Auf jeden Fall sollte man sich vorher damit auch kritisch auseinandergesetzt haben und sich vorher gut über diese Art der Hundeernährung informiert haben. Besonders bei der Aufzucht von Welpen kann man da immerhin sehr viel falsch machen was bleibenden Schaden verursacht während ausgewachsene Hunde hier noch eher zeitweise Ernährungsmängel verzeihen.
Ich persönlich füttere Greta nicht zuletzt aus Vorsicht und weil ich mich da eben nicht 100% sicher fühle Greta nur "teilgebarft". Ansonsten gibt es hochwertiges Dosenfutter mit Reis oder mal eine Kartoffel sowie Trockenfutter mit Distelöl und als Beilage Hüttenkäse dazu. Als Leckerlis gibt es dann zwischendurch auch mal zur Belohnung Trockenfleischstreifen und natürlich sparsam auch selbstgebackene Hundekekse von meiner Frau aus dem Buch: "Backen für den Hund".
Ansonsten vergesse ich bei allem nie dass der Hund im Gegensatz zu uns als Allesfresser ein Fleischfresser ist. Das ganze Verdauungssystem, mit dem 4x so kurzen Darm im Verhältnis zum Menschen, ist auf die problemlose Verarbeitung von Muskelfleisch, Knochen und in geringerem Maße auch für Innereien und Haut ausgelegt.
Früher hieß es ein ausgewachsener Airedale braucht am Tag 500 Gramm Fleisch und 200 Gramm Flocken. So einfach war das noch und die Hunde haben auch nicht kürzer gelebt als heute wenn man sich annähernd daran gehalten hat. Ein Tierarzt wurde da bei der Ernährung doch gar nicht erst gefragt.

Wenigstens glaube ich so nicht allzu viel verkehrt machen zu können und Greta geht es offensichtlich gut dabei.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Zuletzt geändert von lutz am So 30. Sep 2018, 11:33, insgesamt 3-mal geändert.
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.

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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von ChristaS » So 30. Sep 2018, 11:17

Sorry, völlig Öff-topic:

Lutz schrieb
Trockenfutter mit Dieselöl
happy_02 happy_02 happy_02

Ein freudscher Versprecher???
Lachende Grüße,
Christa
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Re: Was ist denn mit den Tierärzten los?

Beitrag von sabem » So 30. Sep 2018, 11:21

lutz hat geschrieben:Trockenfutter mit Dieselöl
äh... lecker! happy_02
Sabine mit Emma *3.2.2012
...und Luna im Herzen

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